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Im Dreisamstadion > Saison 25/26

#9
Meister Bayern nimmt die Punkte mit

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Frauen & Mädchen
06.02.2026 

Die Frauen des SC Freiburg haben am 17. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga gegen den FC Bayern München mit 1:4 (1:1) verloren. Lisa Kolb (45.+1) hatte kurz vor der Pause den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Für den Tabellenführer trafen zweimal Pernille Harder (27./58.), Edna Imade (75.) und Linda Dallmann (79.).

Die jüngste Heimbilanz des SC Freiburg gegen den FC Bayern München konnte sich sehen lassen. Jeweils mit einem 2:2-Unentschieden und endeten die beiden letzten Bundesliga-Duelle mit dem amtierenden Deutschen Meister und Pokalsieger im Dreisamstadion. Dort konnten die SC-Frauen zum ersten Heimspiel in diesem Jahr mit 6.712 Zuschauerinnen und Zuschauern eine große Kulisse begrüßen – die bisher größte in dieser Spielzeit.

Das Team von Trainer Edmond Kapllani wiederum wurde mit einer Choreo auf der Südtribüne im neuen Heimspieljahr empfangen, mit dem zuversichtlichen Motto: „Hier regiert der SCF“. Gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer sahen die SC-Fans diesmal dennoch eine deutliche Heimniederlage, der sich die SC-Frauen zwischenzeitlich aber erfolgversprechend entgegengestemmt hatten.   
 
 „Wir wussten, dass wir auf einen dominanten Gegner treffen, gegen den wir auch leiden und viel gegen den Ball arbeiten müssen“, sagte Edmond Kapllani. „Bayern hat dann tatsächlich von Anfang an Dominanz gezeigt, trotzdem haben wir uns, auch mit ein bisschen Glück, zur Pause das 1:1 erkämpft“, so der SC-Trainer. „Als wir in der zweiten Halbzeit die Euphorie des Ausgleichs mit ins Spiel bringen wollten, hat Bayern zugeschlagen und auch danach seine Qualität gezeigt. Trotzdem Kompliment an meine Mannschaft, sie hat alles gegeben. Aber gegen Bayern braucht man einen perfekten Tag und es muss alles passen. Das war heute nicht so.“

Szenk nach Sperre wieder zurück

Personell ging der Sport-Club breit aufgestellt in die Partie. Nur Ally Gudorf (Ausfall aus persönlichen Gründen) fehlte weiterhin. Sophie Nachtigall saß erstmals seit ihrer Knieoperation wieder auf der Bank. Gegenüber dem 2:0-Sieg beim Hamburger SV gab es nur eine Veränderung in der Startelf. Die im vergangenen Spiel gesperrte Nia Szenk stand anstelle von Greta Stegemann wieder auf der rechten Abwehrseite in der Anfangsformation.

Die Münchnerinnen begannen offensiv, ballsicher und zogen die Spielkontrolle von Beginn an an sich. Bei der ersten Torchance der Gäste konnte Laura Benkarth mit einer glänzenden Reaktion einen frühen Rückstand verhindern. Die SC-Torhüterin wehrte nach einer Flanke von Klara Bühl einen Kopfball der frei vor ihr hochgestiegenen Pernille Harder ab (6.). Der Sport-Club startete in der Anfangsviertelstunde noch verhalten eigene Offensivaktionen und konzentrierte sich darauf, gegen den besten Angriff der Bundesliga defensiv stabil zu agieren.

Kolb gleicht Rückstand vor der Pause aus

Was zunächst auch weitgehend gelang. Eine weitere Münchner Möglichkeit durch Stine Ballisager (14.), die nach einer Kopfballvorlage von Jovana Damnjanovic aus kurzer Distanz über das Tor köpfe, blieb zunächst die letzte Chance für den Tabellenführer. Dafür brachte allerdings die nächste Gelegenheit die Führung für den FC Bayern. Nach einer Hereingabe von Giulia Gwinn landete der zunächst abgewehrte Ball im SC-Strafraum bei Linda Dallmann, die auf Harder (29.) weiterleitete, und die Stürmerin traf aus kurzer Distanz mit einem Flachschuss.

Eine scharfe Hereingabe von Lisa Karl, die Torhüterin Ena Mahmutovic abwehrte, war kurz darauf die nächste Freiburger Angriffsaktion. Für die Münchnerinnen kam Harder kurz vor der Pause zu einer weiteren Kopfballgelegenheit, aber Benkarth war zur Stelle. Und dann, als bereits die Nachspielzeit der ersten Hälfte lief, nutzte der Sport-Club seine erste echte Torchance prompt zum Ausgleich. Einen Schuss der im Strafraum frei gespielten Svenja Fölmli wehrte Mahmutovic noch ab, aber den zweiten Versuch platzierte Lisa Kolb (45.+1) unhaltbar im rechten Eck.

Harder trifft zur erneuten Gästeführung

Zur Pause hatten sich die SC-Frauen somit der Vorgabe ihres Trainers genähert, der vor der Partie gesagt hatte, es gehe auch darum, „die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive zu finden.“ Deutlich mutiger als in der ersten Halbzeit startete der Sport-Club in den zweiten Durchgang. Heraus kamen dabei zunächst ein Freistoß und ein Eckball von Nicole Ojukwu sowie der nächste Torschuss vom Meret Felde (49.). Auf der Gegenseite wurde ein Schuss von Bühl noch zur Ecke gelenkt. Die Partie wurde jetzt offener und auch von einem ungemütlichen Regenschauer begleitet.

Mitten durch den Regen starteten die Münchnerinnen nach einer knappen Stunde einen Konter, der die erneute Führung für die Gäste brachte. Eine Flanke von Gwinn verwertete Harder (58.) wie schon beim ersten Tor erfolgreich per Kopf. Wenig später reagierte Kapllani mit einem Dreifachwechsel. Luca Birkholz, Tessa Blumenberg und Maj Schneider kamen in die Partie und sollten mithelfen, ein zweites Comeback in dieser Begegnung einzuleiten. Die erste Chance zum erneuten Ausgleich verpasste Birkholz (66.) nach einer Flanke von Szenk knapp.

Imade und Dallmann sorgen für Entstand

Die SC-Frauen hatten jetzt ihrerseits lange Ballbesitzphasen und kämpften mit viel Einsatz und großem läuferischen Aufwand um weitere Torchancen. Ausgerechnet ein eigener Fehler sorgte dabei für den nächsten Dämpfer. Die kurz zuvor eingewechselte Edna Imade (75.) erlief einen zu kurz geratenen Rückpass von Ojukwu und erzielte mit einem Schuss in die rechte Ecke den dritten Treffer für den Tabellenführer. Nur vier Minuten später stand es aus SC-Sicht dann bereits 1:4. Diesmal hatte Dallmann (79.) eine schnelle Münchner Kombination in den Freiburger Strafraum auf Zuspiel von Gwinn aus kurzer Distanz abgeschlossen.

Applaus von den Rängen gab es nach dem Schlusspfiff für das Team des Sport-Club dennoch reichlich. Die meisten Fans dürften auch in der nächsten Saison wiederkommen, wenn die SC-Frauen versuchen werden, nach nun einmaliger Unterbrechung wieder etwas Zählbares gegen Bayern München zu holen.

Oder schon am kommenden Wochenende, wenn der SC Freiburg erneut zuhause antritt. Zu Gast im Dreisamstadion ist dann am 18. Bundesliga-Spieltag der 1. FC Union Berlin. Die Partie am Samstag, den 14. Februar, beginnt um 12 Uhr.

Dirk Rohde
Foto: Achim Keller

Stenogramm

SC Freiburg: Benkarth – Szenk, Sigurðardóttir, Stierli, Karl – Ojukwu, Felde (80. Bienz) – Kolb (61. Blumenberg), Vobian (84. Stegemann), Egli (61. Schneider) – Fölmli (61. Birkholz)
 
Trainer: Edmond Kapllani
 
Bank: Adamczyk (Tor), Maas, Schick, Nachtigall
 
FC Bayern München: Mahmutovic – Gwinn, Ballisager, Eriksson, Kett (83. Naschenweng) – Stanway (80. Caruso), Tanikawa (83. Amani) – Dallmann, Harder, Bühl (70. Imade) – Damnjanovic (80. Sehitler)
 
Trainer: José Barcala
 
Bank: Grohs (Tor), Gilles, Viggosdottir, Padilla-Bidas
 
Tore: 0:1 Harder (27.), 1:1 Kolb (45.+1), 1.2 Harder (58.), 1:3 Imade (75.), 1:4 Dallmann (79.)
 
Gelbe Karten: Sigurðardóttir –
 
Gelb-Rote Karten:
 
Rote Karten:
 
Schiedsrichterin: Naemi Breier (Zerf)
 
Zuschauer/innen: 6.712

Quelle 

Highligth 
Big Grin Ich glaub ich bin eine Signatur Tongue
Cs10 Denken ist die schwerste Aufgabe ...deshalb befassen sich so wenige damit! Cs10
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