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Wissenswertes zu den Wölfinnen in der Saison 22/23
#81
28.01.2023 Frauen
Bereit für die Liga

Die VfL-Frauen setzen sich im letzten Testspiel gegen BK Häcken mit 1:0 durch.

Exakt eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel im neuen Jahr stand für die Frauen des VfL Wolfsburg das dritte und letzte Testspiel innerhalb der Vorbereitungsphase auf dem Programm – und das endete mit dem zweiten Sieg: Gegen den schwedischen Vizemeister BK Häcken, der sich gerade auf den Saisonstart im März vorbereitet, gewann der aktuelle Double-Sieger mit 1:0 (1:0). Das goldene Tor vor 581 Zuschauenden im AOK Stadion erzielte Dominique Janssen per Strafstoß. Eine gelungene Generalprobe also, bevor es am kommenden Samstag, 4. Februar (Anstoß um 14 Uhr/live auf Magenta Sport), beim SC Freiburg wieder um Punkte in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga geht.

Personal

Im Vergleich zum 4:2-Erfolg im Test gegen RB Leipzig nahm VfL-Cheftrainer Tommy Stroot acht Änderungen in der Startformation vor. Allein Marina Hegering, Janssen und Sveindis Jonsdottir blieben im Team. Sara Agrez und Jill Roord kamen erstmals in der laufenden Vorbereitungsphase zum Einsatz. Neben Felicitas Rauch fiel kurzfristig auch Sandra Starke krankheitsbedingt aus.

Spielverlauf

Die Gäste aus Schweden standen defensiv gut und verstanden es, die Räume im eigenen Drittel zu verdichten. So waren die Wölfinnen zwar von Beginn an das aktivere Team, ohne sich klare Torchancen herauszuarbeiten. Das änderte sich nach einer knappen Viertelstunde: Zunächst köpfte Alexandra Popp nach einer Flanke von Lynn Wilms an die Latte (13.), ehe Janssen ihr Team per Foulelfmeter in Führung brachte. Am Schema des Spiels änderte sich aber nichts: Die Schwedinnen waren überwiegend in der Defensive gefordert, nach vorne lief eher wenig. Nach einer halben Stunde stocherte Lena Oberdorf im gegnerischen Strafraum erfolgreich nach und legte für Ewa Pajor auf, die knapp verzog. Geburtstagskind Merle Frohms bekam dann fünf Minuten später erstmals etwas zu tun, als Rosa Kafaji steil geschickt wurde, den Ball aber nicht voll traf. Die zweite Hälfte begann mit nur einem Wechsel bei den Gästen und einem weiteren Latten-Kopfball von Popp (52.). Mitte der zweiten Hälfte, nach den ersten Wechseln der Grün-Weißen, nahm der Druck aufs schwedische Tor zu – doch Häcken ließ bis zum Schlusspfiff nichts mehr zu. Im Gegenteil: In den Schlussminuten tauchten die Skandinavierinnen sogar noch zwei Mal gefährlich vor Frohms auf. Ein Remis wäre freilich nicht verdient gewesen, allerdings verpasste es der VfL einmal mehr, eine überlegen geführte Partie früher zu entscheiden.

Tor

1:0 Janssen (14. Minute/FE): Cool verwandelt, dieser Foulelfmeter von Janssen. Die Niederländerin schiebt den Ball ins rechte Eck, Häckens Torfrau Jennifer Falk spekuliert auf die andere Seite. Zuvor wird Jonsdottir von Hanna Wijk zu Fall gebracht.
Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Frohms – Wilms (61. Wolter), Hendrich, Hegering (71. Wedemeyer), Janssen (86. Agrez) – Oberdorf (71. Demann), Lattwein (71. Blomqvist) – Huth (77. Waßmuth), Popp (77. Bremer), Jonsdottir (61. Brand) – Pajor (61. Roord)

Ersatz: Kiedrzynek (Tor)

BK Häcken: Falk – Wijk (46. Johansson), Rybrink, Nelhage (77. Luik), Sandberg – Larisey (68. Maska), Rubensson (62. Larsson), Bergman Lundin, Larsen (77. Zomers) – Kafaji (38. Sanchez), Avengard (90. Hellekant)

Ersatz: Wallem (Tor), Lofthammer

Tor: 1:0 Janssen (14./FE)

Schiedsrichterin: Levke Scholz (Lübeck)

Zuschauende: 581 am Samstagnachmittag im AOK Stadion

Quelle
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#82
01.02.2023 - 20:45 Uhr | News | Quelle: dpa
VfL-Trainer lobt Popp für Umgang mit ihrem «neuen Leben»

[Bild: s_1517_407_2012_8.jpg]
©VfL Wolfsburg

Wolfsburgs Trainer Tommy Stroot macht sich «überhaupt gar keine Sorgen», dass die Popularität und die vielen Medientermine von Starstürmerin Alexandra Popp deren sportliche Leistungen beeinträchtigen könnten. Die Torjägerin des Nationalteams habe zwar er «ein neues Leben», aber: «Sie ist eine sehr erwachsene Führungsspielerin», sagte Stroot bei einer Video-Schalte des deutschen Fußball-Meisters und Pokalsiegers am Mittwoch.

«Sie weiß genau, was sie machen möchte und was nicht. Von daher funktioniert das in Absprache mit ihr sehr, sehr gut. Bei Poppi ist das total authentisch, und sie kann mit gewissen Situationen umgehen», so der 34-Jährige weiter.

Die Wolfsburgerinnen bestreiten ihr erstes Liga-Spiel im neuen Jahr am Samstag beim SC Freiburg (14.00 Uhr/MagentaSport). Das VfL-Team führt die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung auf den FC Bayern München an. Die Winterpause habe dem Team zur Erholung und Reflexion gutgetan, sagte Stroot, «auch Poppi». Der Vertrag der 31 Jahre alten Vize-Europameisterin beim VfL läuft noch bis 2025.

Quelle


Ein Abschluss zum Start

Wölfinnen-Cheftrainer Tommy Stroot vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim SC Freiburg.

[Bild: csm_230202-frauen-vfl-wolfsburg_aa615315e0.jpg]

Es ist weder der Start in die Rückrunde noch der Start in die zweite Saisonhälfte, wenn die Frauen des VfL Wolfsburg am kommenden Samstag, 4. Februar (Anstoß um 14 Uhr/live auf Magenta Sport und sportschau.de), beim SC Freiburg gastieren. Kurioserweise beginnt das Fußballjahr 2023 nämlich mit einem Abschluss – dem letzten Spieltag der Hinrunde in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga. Es ist also das erste Aufeinandertreffen zwischen dem Sport-Club und den VfL-Frauen in der laufenden Spielzeit. Zwei weitere sind möglich: Neben dem Rückspiel zum Saisonfinale könnte es noch ein Kräftemessen im DFB-Pokal geben.

Gute Erinnerungen

Dass Wolfsburg, Bayern und die Eintracht-Frauen nach den ersten zehn Spieltagen auf den ersten drei Tabellenplätzen rangieren, ist keine Überraschung. Schon eher, wer der erste Verfolger des Spitzentrios ist: der SC Freiburg. Auch wenn das noch ausstehende Spiel gegen die Wölfinnen das Tabellenbild etwas verzerrt – das Team aus dem Breisgau spielt bislang eine solide Runde. Das Team von Trainerin Theresa Merk, zwischen 2019 und 2021 Co-Trainerin der VfL-Frauen und anschließend für eine Saison bei den Grashopper-Frauen in Zürich tätig, leistete sich abgesehen vom torlosen Remis in Köln keine Ausrutscher gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Auf der anderen Seite gelang aber auch noch kein überraschender Punktgewinn. Gute Erinnerungen haben die Wölfinnen an das letzte Gastspiel im Breisgau, das zugleich die VfL-Premiere im Dreisamstadion war: Im DFB-Pokal-Achtelfinale setzte sich der Rekord-Titelträger mit 3:0 durch. Zurück in die Gegenwart: Die SC-Frauen haben in der Winterpause die Österreicherin Annabel Schasching (von Sturm Graz) verpflichtet und Mia Büchele (an den FC Basel verliehen) sowie Jobina Lahr (berufliche Gründe) abgegeben. Ex-Wölfin Luisa Wensing hat derweil ihren Vertrag mit dem Sport-Club verlängert.

Zeit für Trainingsinhalte

Vier Wochen Vorbereitung, drei Testspiele und ein Trainingslager liegen hinter den VfL-Frauen, wenn es erstmals nach 55 Tagen wieder um Punkte geht. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen Meppen verabschiedete sich die Liga am 11. Dezember in die Winterpause – nicht so der Tabellenführer, der danach noch zwei Mal international gefordert war. Im Gegensatz zu vielen anderen Klubs hat der VfL in der zurückliegenden Transferperiode keine Kaderveränderung vorgenommen. Einziger Neuzugang im sportlichen Bereich ist somit Torwarttrainer Marcel Schulz, der von Eintracht Frankfurt an den Mittellandkanal gewechselt ist. Apropos Tor: Beim mit 1:0 gewonnenen Testspiel gegen BK Häcken blieben die Wölfinnen im Rahmen der Vorbereitungsphase erstmals ohne Gegentor. Gegen Eintracht Frankfurt (2:3) und RB Leipzig (4:2) gelang dies noch nicht. Kein Grund zur Sorge allerdings, schließlich dienten diese Partien in erster Linie dazu, bestimmte Trainingsinhalte im Spielmodus umzusetzen, um daraus wiederum wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Immerhin: So intensiv wie in dieser Phase konnte VfL-Cheftrainer Tommy Stroot in dieser Saison zuvor nicht mit dem kompletten Kader an Inhalten feilen.

„Ich will Energie erkennen“

Wie üblich wird der VfL-Tross am Tag vor dem Spiel, in diesem Fall also am morgigen Freitag, nach Freiburg reisen. Bereits am gestrigen Mittwoch stellte sich Stroot den Fragen der Medien. Dabei ging es um…

…die Personalsituation: Lisa Weiß befindet sich nach ihren Knieproblemen in der letzten Phase des Aufbaus. Wir erwarten sie in der nächsten Woche wieder auf dem Platz. Ansonsten stehen uns alle Spielerinnen zur Verfügung.

…Inhalte der Vorbereitungsphase: Ich bin sehr froh darüber, dass wir an Inhalten arbeiten und verschiedene Themen weiterentwickeln konnten. Ein Ziel war es, ein breites Bild unserer Kaderstruktur zu bekommen. Wer ist auf welcher Position mit den eigenen Qualitäten am besten aufgehoben? Das haben wir abgeklopft – mit allen Vor- und Nachteilen. So haben wir auch Dinge gesehen, die wir nicht umsetzen werden. Das ist entscheidend, um in Pflichtspielen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Fokus lag auf den Details und ich finde, dass wir gegen Häcken viele positive Ansätze gesehen haben, zum Beispiel beim Pressing. Da waren wir noch früher, noch aggressiver, noch klarer in vielen Momenten. In den Aufbauphasen fand ich uns ebenfalls strukturierter und aggressiver als in den Partien zuvor. Das ist der Ansatz, den wir für gewisse Spiele brauchen, wenn der Gegner kompakt steht. Ich denke da an das 0:0 gegen Slavia Prag. Gleichzeitig müssen wir auch antizipieren, was uns auf allerhöchstem Niveau erwartet, etwa im Champions-League-Viertelfinale. Diese ganzen Themen haben den Mix unserer Vorbereitung gebildet und das Ergebnis werden wir in den nächsten Wochen und Monaten sehen. Es hört aber nie auf. Wir sind gerade erst am Anfang von dem, was wir im Training auf den Weg gebracht haben.

…Gegner und Zielsetzung: Wir wissen, was auf uns zukommt, wollen dominant auftreten und am Ball die richtigen Entscheidungen treffen. Ich will auch Energie in sämtlichen Umschaltaktionen erkennen. Aber das sind Basics, die wir von unseren Spielerinnen erwarten – wohlwissend, dass die Freiburgerinnen durchaus individuelle Qualitäten haben. Sie haben ein gewisses Tempo und eine Idee, wie sie in Situationen reinkommen. Darauf müssen wir uns vorbereiten. Dennoch schauen wir in erster Linie auf unser eigenes Spiel.

…Freiburgs Trainerin Theresa Merk: Theresa hat in allen Jobs, die sie bisher hatte, einen guten und strukturierten Eindruck hinterlassen. Sie lässt ihre Mannschaften nach klaren Ideen Fußball spielen, die man auch schon nach kurzer Zeit erkennt. Das ist eine Qualität. Ebenso ist es eine Qualität ihrer Teams, gewisse Dinge umzustellen, sodass man als Gegner reagieren muss. Ich freue mich auf den Gradmesser SC Freiburg.

…den unveränderten Kader: Das war eine bewusste Entscheidung. Wir haben uns gewünscht, dass dieser Kader so zusammenbleibt und ich bin mir sicher, dass wir davon auch in der Rückrunde profitieren werden. Natürlich spielen immer mehrere Parteien eine Rolle, aber alle Spielerinnen, die hiergeblieben sind, sind – bei allen aufkommenden Optionen und Gedanken – gerne hiergeblieben. Es ist schon etwas Besonderes, Teil dieser Gruppe zu sein und gemeinsam große Ziele zu verfolgen.

…die Lage der Liga: Es ist und bleibt eine große Herausforderung für uns. Wir sehen Mannschaften mit hoher Qualität – Bayern entwickelt sich weiter, Frankfurt entwickelt sich weiter. Es ist nicht selbstverständlich, gegen diese Konkurrenz mal eben so zu bestehen. Von daher müssen wir uns auf verschiedene Situationen vorbereiten. Wir wissen zum Beispiel, dass die Champions-League-Viertelfinalspiele rund um das Liga-Spiel gegen Bayern München liegen. Und wir wissen, wie weit der Weg bis zu einem möglichen Titel ist. Von daher gilt es, den Fokus immer auf das Hier und Jetzt zu lenken.

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#83
03.02.2023 Frauen
„Viel dazugelernt in Freiburg“

VfL-Torhüterin Merle Frohms vor dem Bundesliga-Gastspiel beim Ex-Verein.

[Bild: csm_230203-frohms-vfl-wolfsburg_aae6ce3857.jpg]

Zwei Mal reiste Merle Frohms mit dem VfL Wolfsburg zu einem Liga-Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg – die Bilanz ist überschaubar: Im Mai 2017 gab es am Fuße des Schwarzwalds eine 0:2-Niederlage für Grün-Weiß, vier Monate später ein 0:1. Frohms verfolgte beide Partien von der Bank aus. Dass die gebürtige Cellerin anschließend die Seiten wechselte, machte es aus persönlicher Sicht nicht besser: Die Wölfinnen gewannen zwei Mal in Folge beim Sport-Club, 2019 gar mit 8:0. Am morgigen Samstag, 4. Februar (Anstoß um 14 Uhr/live auf Magenta Sport und sportschau.de) läuft Frohms wieder als VfL-Keeperin im Breisgau auf. Diesmal unter anderen Vorzeichen: Die 28-Jährige ist in ihrer vierjährigen Wolfsburg-Abstinenz, die sie auch zu Eintracht Frankfurt führte, zur Nationaltorhüterin und Führungsspielerin gereift. Im Interview spricht Frohms über ihre Karrierestationen, die Rückkehr zum VfL und ihre Comeback-Saison.

Merle Frohms, wie bewertest du die Entscheidung, den VfL Wolfsburg 2018 in Richtung Freiburg verlassen zu haben, aus heutiger Sicht?

Merle Frohms: Ich denke schon, dass sie wegbereitend war. Damals stand ich vor einer Wahl: Entweder ich bleibe beim VfL als Nummer zwei und bekomme weniger Chancen, mich zu zeigen oder ich gehe nach Freiburg, wo sich parallel eine Möglichkeit ergeben hat, was ein glücklicher Zufall war. So oft wird eine Torhüterinnenposition schließlich nicht frei. Ich habe mir gedacht: Wenn ich es nochmal irgendwo als Nummer eins probieren möchte, dann jetzt. Und das hat sich im Nachhinein als der richtige Weg herausgestellt.

Wie war es für dich damals, in Freiburg anzukommen? Du warst ja nicht auf Anhieb Nummer eins.

Merle: Ich musste mich zuerst mal mit der neuen Rolle zurechtfinden, zu spielen und Verantwortung zu übernehmen. Und ich war auch nicht immer einer Meinung mit dem Trainer, wie er die Torhüterinnenposition gesehen hat. Aber alles in allem wurde ich super aufgenommen. Ich habe sportlich wie menschlich viel dazugelernt in diesen beiden Jahren.

Was hat dich in Freiburg am meisten weitergebracht?

Merle: Auf alle Fälle die Spielpraxis. Im Spiel muss man viel schneller Entscheidungen treffen und immer die Konzentration hochhalten. Das war ich aus dem Training so nicht gewohnt.

Hast du mal darüber nachgedacht, wie dein Leben verlaufen wäre, wenn du beim VfL geblieben wärst?

Merle: Schwer zu sagen. Ich denke nicht, dass es falsch gewesen wäre, weil ich mich beim VfL sehr wohlgefühlt habe. Meine Familie kommt hier aus der Gegend, ich wäre wahrscheinlich noch etwas heimatverbundener gewesen. Ich hätte die vier Jahre mit meinen Freunden hier sehr viel intensiver verbringen können. Vielleicht hätte ich auch mehr Zeit in andere Dinge außerhalb des Fußballs investiert. Aber das ist alles spekulativ.

Wie war es denn für dich, als du zum ersten Mal gegen den VfL Wolfsburg gespielt hast?

Merle: Es war schon etwas Besonderes, gegen die ehemaligen Teamkolleginnen zu spielen – gerade weil ich so lange beim VfL war und mich mit dem Verein identifiziert habe. Das war schon etwas anderes als ein normales Bundesliga-Spiel.

Nach zwei Jahren in Freiburg bist du dann zu Eintracht Frankfurt gewechselt. Was waren die Beweggründe für diesen Schritt?

Merle: Der Wechsel nach Frankfurt erfolgte mit dem klaren Ziel, dass ich mich weiterentwickeln möchte. Dort herrschten nochmal andere Bedingungen. Es ging dort professioneller zu, ich hatte einen hauptberuflichen Torwarttrainer, was mir sehr wichtig war.

War der Wechsel zurück zum VfL Wolfsburg schon damals Teil deines Karriereplans?

Merle: Nein, so kann man es nicht sagen. Ich hatte es aber auch nie ausgeschlossen, weil ich immer das Gefühl hatte, beim VfL willkommen zu sein. Niemand hatte mir den Wechsel übelgenommen. Ganz im Gegenteil gab es eher Verständnis für diese Entscheidung.

Machen wir einen Sprung in den letzten Sommer, deiner Rückkehr zum VfL Wolfsburg. Du bist aufgrund der EM später eingestiegen, hattest dann auch noch Corona. Wie hast du diese Zeit empfunden?

Merle: Ich hatte schon nach den ersten Tagen das Gefühl, als ob ich nie weggewesen wäre. Man merkt sofort, dass hier ein besonderes Teamgefühl herrscht. Klar gab es einige neue Gesichter, das Team um das Team herum ist größer geworden, was der allgemeinen Entwicklung im Frauenfußball geschuldet ist. Die neuen Kabinen kannte ich noch nicht, aber die Plätze am Elsterweg sind noch ähnlich wie damals.

Beim VfL bin ich ganz anders ins Offensivspiel eingebunden. Vorher ging es nur darum, mein Tor zu verteidigen und ab und zu mal als Notlösung anspielbar zu sein. Hier bin ich die erste Position, die den Spielaufbau gestaltet. Es macht aber sehr viel Spaß, vor allem, wenn man unsere Entwicklung als Team erkennt.

Merle Frohms

Seit Januar ist Marcel Schulz, mit dem du bereits in Frankfurt zusammengearbeitet hast, neben Alisa Vetterlein dein Torwarttrainer. Wie wichtig ist die Beziehung zwischen Torhüterin und Torwarttrainer?

Merle: Sehr wichtig. Grundsätzlich kommt es darauf an, was für ein Torwarttyp man ist und wie selbständig man arbeitet. Manche haben ihr Spiel gefunden, wollen davon nicht abweichen und lassen eher wenig Input zu. Andere benötigen etwas mehr Unterstützung und sind darauf angewiesen, dass sie gut trainiert werden. Ich hatte mit Marcel in Frankfurt zwei super Jahre, wir haben extrem gut trainiert und beide voneinander profitiert. Er hat mir den Input gegeben, der zu mir gepasst hat. Ich habe mich als Torhüterin noch einmal neu definiert und wusste genau, was ich in welchen Situationen zu tun habe. Vorher war es einfach viel Intuition, wie ich entschieden habe. Mit Marcel habe ich begonnen, einen Plan zu entwickeln. Warum mache ich was in welcher Situation? Das hat mir sehr gutgetan und ich bin sehr dankbar, dass ich jetzt wieder die Möglichkeit habe, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Hast du noch Drähte zum SC Freiburg?

Merle: Klar habe ich noch Kontakte nach Freiburg und wenn ich dort bin, kann es auch sein, dass man den einen oder anderen trifft. Mit Kim Fellhauer bin ich gut befreundet, wir stehen – wenn auch nicht regelmäßig – im Austausch. Wenn Spiele anstehen, wie jetzt, melde ich mich schon öfter bei ihr.

Was macht den SC Freiburg aus, wo siehst du die Stärken dieser Mannschaft?

Merle: Ich finde es schon auffällig, dass viele Spielerinnen schon lange dort sind. Obwohl die Mannschaft nicht zu den ältesten der Liga gehört, verfügt sie über Erfahrung. Es ist eine eingeschworene Truppe, die haben eine super Atmosphäre im Team. Sie machen auch viel außerhalb des Platzes zusammen. Was die Strukturen angeht, hat sich einiges verändert, seit ich gegangen bin. Sie sind komplett ans Dreisamstadion gezogen, haben jetzt bessere Trainingsbedingungen. Was ich so höre, läuft es auch mit Trainerin Theresa Merk sehr gut, alle sind sehr zufrieden. Das sind alles Faktoren, die sich auf dem Platz widerspiegeln.

Wie blickst du auf die erste Hälfte deiner Comeback-Saison im VfL-Trikot?

Merle: Sie war sehr anspruchsvoll, sehr herausfordernd. Der Rhythmus mit den englischen Wochen war für mich neu, ich habe weder mit Freiburg noch mit Frankfurt Champions League gespielt. Stattdessen hatte ich immer den Luxus, mich eine Woche lang auf ein Bundesliga-Spiel vorbereiten zu können. Hier ist alles enger getaktet und meistens steht die Regeneration im Vordergrund. Ein weiterer Unterschied: Beim VfL bin ich ganz anders ins Offensivspiel eingebunden. Vorher ging es nur darum, mein Tor zu verteidigen und ab und zu mal als Notlösung anspielbar zu sein. Hier bin ich die erste Position, die den Spielaufbau gestaltet. Es macht aber sehr viel Spaß, vor allem, wenn man unsere Entwicklung als Team erkennt. Ich denke auch, dass ich mich selbst mehr und mehr gefunden habe.

Quelle


Tabellenführer Wolfsburg startet in Freiburg
Kein Ärger, ein "Gradmesser": Stroot will "dominant" bleiben

Mit dem Spiel in Freiburg geht es für Spitzenreiter VfL Wolfsburg in der Frauen-Bundesliga weiter. Trainer Tommy Stroot freut sich auf den "Gradmesser" und erklärt, weshalb er sich nicht über Äußerungen aus Frankfurt ärgert.

[Bild: da576494-dde0-4dac-ba78-764e918cd75d.jpeg]

Unabhängig vom Ausgang der Partie am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) im Dreisamstadion: Der VfL Wolfsburg schließt die Hinrunde als Tabellenerster und somit Herbstmeister ab. Denn die Wölfinnen kommen mit fünf Zählern Vorsprung vor dem FC Bayern aus der Winterpause und haben den achten Meistertitel fest im Blick.

Der VfL, der alle zehn Spiele in der Bundesliga siegreich gestaltete, zuletzt viermal ohne Gegentor, dominiert die Liga. "Wir mussten in den ersten zehn Spielen sehr wach sein, um nicht unnötig Punkte abzugeben. Das haben wir nicht. Wir haben viele richtige Entscheidungen getroffen", unterstreicht Tommy Stroot im kicker-Interview. "Alle haben toll mitgearbeitet - nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben."

Die Dominanz des VfL stößt bei der Konkurrenz nicht gerade auf Gegenliebe, Axel Hellmann macht sich sogar Sorgen um die Liga. Stroot zeigte sich überrascht von der Aussage des Frankfurter Vorstandsvorsitzenden, mehr aber auch nicht. "Das ärgert mich nicht", so Stroot, der das Ganze abgehakt hat und den Fokus eh lieber auf sein eigenes Team lenkt. "Wir müssen uns doch am höchsten Standard orientieren. Eine kleine Kampfansage gibt es gleich hinterher: "Für uns gibt es keine Alternative, als weiter Gas zu geben. Alles andere wäre fahrlässig."

Denn schließlich will Wolfsburg "die nationalen Titel holen. Daraus machen wir keinen Hehl." In der Liga sieht es vor dem Re-Start für dieses Unterfangen gut aus, im Pokal geht es für Wolfsburg Richtung Titelverteidigung in Köln Ende Februar im Viertelfinale weiter. Doch zuvor gilt es zweimal auswärts in der Liga, die makellose Bilanz auszubauen.
"Gradmesser" Freiburg wartet zum Re-Start

Zunächst wartet der SC Freiburg, der eine starke Runde bislang spielt und als Tabellenvierter nur vier Punkte hinter einem Champions-League-Platz steht. "Wir wissen, was auf uns zukommt", meinte Stroot am Freitag, der VfL-Coach freut sich "auf den Gradmesser SC Freiburg". Die Marschroute ist klar: "Wir wollen dominant auftreten und am Ball die richtigen Entscheidungen treffen." Und im 11. Spiel den 11. Sieg einfahren.

nik, gm

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