![[Bild: 1024px-Google_Pixel_Frauen-Bundesliga_Wordmark.svg.png]](https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a5/Google_Pixel_Frauen-Bundesliga_Wordmark.svg/1024px-Google_Pixel_Frauen-Bundesliga_Wordmark.svg.png)
Am Freitag dem 5.09.2025 startete um 18:30 Uhr mit dem Spiel Eintracht Frankfurt vs SGS Essen die Frauenbundesliga in ihre 36. Saison.
Aus diesem Anlass findet ihr hier von einem Fan für Fans zusammengetragen Daten und Fakten zu den Vereinen und der Liga.

Im 12.Jahrhundert spielten in Frankreich Männer und Frauen ein Spiel mit dem Namen la sioule, das als Vorläufer des heutigen Fußballs gilt. Auch bei den Eskimos nahmen Frauen an einem fußballähnlichen Spiel teil. Im Jahr 1863 wurden die Fußballregeln international vereinheitlicht und in England gründeten sich an Schulen die ersten Mädchenteams. 1894 gründete Nettie Honeyball die erste Frauenmannschaft. Das erste dokumentierte Frauenfußballspiel wurde am 23.März 1895 in England zwischen den Teams London Süd und London Nord vor rund 10.000 Zuschauern ausgetragen. Die Fußballerinnen trugen dabei Hüte und (für die damalige Zeit relativ) kurze Röcke über Knickerbockern, um den Anstand zu wahren. Historisch gibt es auch Hinweise auf noch frühere Spiele, wie ein internationales Spiel 1881 in Edinburgh.
1921,fünf Jahre früher als in Deutschland, wurde in England der Frauenfußballverboten, wie auch in Deutschland, wurde dieses Verbot 1970 aufgehoben.
Das erste inoffizielle Länderspiel der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft fand am 23. September 1956 in Essen gegen die Niederlande statt und endete mit einem 2:1-Sieg für Deutschland.
Im Jahr 1957 fand in Berlin als inoffizielle Europameisterschaft das erste internationale Großturnier im Frauenfußball statt.
Das erste von der FIFA anerkannte Frauenländerspiel wurde am am 17. April 1971 in Hazebrouck zwischen Französinnen und Niederländerinnen ausgetragen.
Das erste offizielle Länderspiel einer deutschen Frauennationalmanschaft fand am 10.November 1982 im Koblenzer Oberwerth Stadion vor 5.000 Zuschauern gegen die Schweiz statt, das Deutschland mit 5:0 gewann.


Um die Jahrhundertwende zum 20.Jahrhundert spielten in Deutschland erstmals Frauen ein fußballähnliches Spiel, in dem sie im Kreis stehend, sich einen Ball gegenseitig zuspielten. Dieses Spiel galt jedoch als moralisch verwerflich. Zur gleichen Zeit gründeten sich in Deutschland vorwiegend im Ruhrgebiet die ersten Frauenvereine . Wobei der Frauenfußball in den 1920 Jahren einen ersten Höhepunkt erreichte.
Es existieren zwar keine verlässliche Quellen über die genaue Jahresangabe, aber laut einer französischen und einer belgischen Zeitung wurde der Frauenfußball ab 1926 in Deutschland verboten, weil Gynäkologen und Funktionäre eine weibliche Rekordsucht befürchteten. Zugleich aber auch vor einer Vermännlichung des weiblichen Geschlechts warnten und ihrer Ansicht nach zu einer Verzögerung der weiblichen Mutterpflichten führen würde. Obwohl es zahlreiche Gegenargumente von Sportlerinnen und Medizinerinnen gab, blieb dieses Verbot bis 1970 bestehen.
Nach dem Gewinn der WM 1954 der Männer kam es Mitte der 1950er Jahre jedoch wieder zu einer Diskussion um den Frauenfußball in Deutschland.
Auf einem DFB Verbandstag beschloss der Verband am 30.Juni 1955, den unter dem Dach des DFB organisierten Vereinen zu untersagen, Frauenfußball anzubieten:
Zitat:„[…] unseren Vereinen nicht zu gestatten, Damenfußball-Abteilungen zu gründen oder Damenfußball-Abteilungen bei sich aufzunehmen, unseren Vereinen zu verbieten, soweit sie im Besitz eigener Plätze sind, diese für Damenfußballspiele zur Verfügung zu stellen, unseren Schieds- und Linienrichtern zu untersagen, Damenfußballspiele zu leiten.“
In der damaligen Begründung hieß es:
Zitat:„… dass diese Kampfsportart der Natur des Weibes im Wesentlichen fremd ist. … Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand“. Zudem gab der DFB in seiner Begründung eine angeblich gesundheitsschädigende Wirkung des Sportes auf Frauen an, da dadurch ihre Gebärfähigkeit beeinträchtigt würde.
Trotz des Verbotes gründeten sich vor allem im Ruhrgebiet zahlreiche Frauenteams und traten im Wettbewerb gegeneinander an. Dies führte unter anderem dazu, dass der der niederrheinische Fußballverband beim Spiel zwischen dem DFC Duisburg-Hamborn und Gruga Essen den Sportplatz zwangsweise räumen ließ.
1958 wurde die Deutsche Damen-Fußballvereinigung gegründet, der unter der Leitung von Josef Floritz bis 1965 etwa 150 inoffizielle Länderspiele organisierte. Den Veranstaltern warf man damals schon vor, sie wollten mit dem Begriff Nationalmannschaft nur das schnelle Geld machen. Die damaligen Nationalspielerinnen widersprachen dem und verwiesen ihrerseits auf den sportlichen Wert dieser Vergleiche.
Bereits gegen Ende der 60er Jahre bildeten sich in der damaligen Bundesrepublik Deutschland innerhalb der dem DFB angeschlossenen Vereine erste Frauenabteilungen. Auf seinem Verbandstag in Travemünde hob der DFB das Verbot für Frauenfußball am 31.Oktober 1970 unter Auflagen auf:
- Frauenteams müssten wegen ihrer schwächeren Natur eine halbjährige Winterpause einhalten
- sie durften keine Stollenschuhe tragen
- die Bälle mussten kleiner sein
- ein Spiel durfte nur über 70 Minuten gehen
Einige Jahre später wurde die Spielzeit für Frauen auf 80 Minuten erhöht, seit 1993 wird wie auch bei den Männern über zwei mal 45 Minuten gespielt.

Auf dem DFB Bundestag 1989 wurde die Einführung einer Frauenbundesliga beschlossen. Die neu gegründete Frauenbundesliga nahm zur Saison 1990/91 mit zwei Staffeln zu je zehn Mannschaften den Spielbetrieb auf.
Zur Saison 97/98 wurde die Frauenbundesliga nach dem Vorbild der Männer eingleisig und auf insgesamt 12 Teams reduziert.
Am 23.Juni 2024 beschloss der DFB auf einer Sitzung die Aufstockung der Frauenbundesliga zur Saison 25/26 von bisher 12 auf 14 Teams. Mit diesem Beschluss sollte die Professionalisierung der Frauenbundesliga und das Engagement der Profivereine vorangetrieben werden. Erreicht wurde die Aufstockung dadurch, dass es nach der Saison 24/25 einmalig nur einen Absteiger aus der Frauenbundesliga gab und die drei ersten aufstiegsberechtigten Teams der 2.Liga in die Bundesliga aufstiegen.

Modus:
Gespielt wird in einer Hin- und Rückrunde mit jeweils 13 Heim- Auswärtsspielen. Der Sieger der Doppelrunde kürt sich zum Deutschen Meister und qualifiziert sich direkt für die Frauen Champions League.
Der Tabellenzweite und Dritte müssen sich über ein, bzw zwei Qualifikationsrunden für die UWCL Ligaphase qualifizieren.

1974 wurde die erste offizielle deutsche Meisterschaft ausgespielt. Erster Titelträger wurde der TuS Wörrstadt. Seitdem gab es insgesamt 14 verschiedene Titelträger. Die SSG Bergisch Gladbach führt mit 9 Titeln die Liste an. Es folgen mit jeweils sieben Titeln der FC Bayern München, der 1.FFC Frankfurt und der VfL Wolfsburg. Auf sechs Meisterschaften können Turbine Potsdam und die Sportfreunde Siegen zurückblicken.
Daten und Fakten:
Marktwertelaut soccerdonna.de Stand 26-08.25:
Gesamtmarktwert: 29.875.000 €
durchschnittlicher Marktwert: 81.626 €
höchster Marktwert: FC Bayern München 7.845.000 €; Durchschnitt: 313.800 €
geringster Marktwert: FC Carl Zeiss Jena 885.000 €; Durchschnitt 32.778 €

Gemessen am internationalen Vergleich belegt die Google Pixel Frauen-Bundesliga hinter der englischen WSL mit einem Gesamt MW von 49.255.000 € und der spanischen Primera División Femenina mit einem MW von 35.032.000 € den dritten Platz.
Im Ranking der wertvollsten Vereinsmannschaften belegt der FC Bayern München Rang sechs, hinter dem FC Barcelona (12.250.000 €), Chelsea FC ( 11.600.000 €), Arsenal FC ( 9.740.000 €), Olympic Lyonnes (9.160.000 €) und Real Madrid ( 7.865.000 €).



Cheftrainer/innen der Frauenbundesliga:
Die FIFA Regularien geben als Mindestauflage für Cheftrainer von Frauenteams in den jeweils höchsten Landesligen und Nationalmannschaften nur das Führen der A-Lizenz vor. Der DFB verlangt jedoch für die Cheftrainer der Frauenbundesliga seit der Saison 24/25 die UEFA Pro Lizenz für Fußballlehrer. Diese Vorgabe erfüllen derzeit acht von 14 Cheftrainer/innen. Für Cheftrainer/innen die bisher nur über die A+ Lizenz verfügen, gibt es aber eine Ausnahmeregelung die es ihnen ermöglicht, ihr Amt weiterhin auszuführen. Laut dieser Ausnahmeregelung müssen die Cheftrainer für den kommenden, bzw gerade laufenden Lehrgang zur UEFA Pro Lizenz beim DFB oder einem anderen Landesverband gemeldet sein und daran teilnehmen.
Unter diese Ausnahmeregelung fallen derzeit:
- Niko Arnautis (Eintracht Frankfurt)
- Theodoros Dedes (TSG Hoffenheim)
- Florian Kästner (FC Carl Zeiss Jena)
- Thomas Oostendorp (1.FC Nürnberg)
Laut soccerdonna Datenbank und anderen Quellen verfügt Thomas Oostendorp nur über die A+ Lizenz, darüber,ob er beim niederländiscen Verband erforderlichen Lehrgang belegt konnte ich nichts in Erfahrung bringen
- Liese Brancao (Hamburger SV)
Liese Brancao absolviert den Lehrgang für Fußballleher bei ihrem Heimatverband OFB. Sie ist nach Irene Fuhrmann und Maria Wolf erst die dritte Österreicherin, die den Lehrgang zur höchsten Trainerlizenz besucht.
Durch den Wechsel von Markus Högner zum BVB herrscht bei der SGS Essen eine besondere Trainerkonstellation. Als verantwortlicher Trainer ist offiziell Högners ehemaliger Co Trainer Robert Augustin als Teammanager zuständig. Da dieser aber nur über laut soccerdonna Datenbank nur im Besitz der B-Lizenz ist, wurde ihm mit Thomas Gerstner ein Trainer zur Seite gestellt , der über die nötige Lizenz verfügt und offiziell als sportlicher Leiter bei der SGS tätig ist.
weitere Trainer/innen:
- José Barcala FC Bayern München
- Stephan Lerch VfL Wolfsburg
- Jonas Stephan RB Leipzig
- Roberto Pätzold Bayer 04 Leverkusen
- Friederike Kromp SV Werder Bremen
- Ailien Poese FC Union Berlin
- Edmond Kapllani SC Freiburg
- Britta Carlson 1.FC Köln


Teilnehmerfeld:


















