"Wir haben alle verloren"
Union-Sportchef Heldt schließt Trainerin Eta als Dauerlösung nicht aus
Unions Sportchef Horst Heldt erklärte am Montag die Entlassung von Steffen Baumgart und die Möglichkeit, dass Marie-Louise Eta sogar eine Dauerlösung sein könnte. Gespräche mit externen Kandidaten laufen aber ebenso.
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13.04.2026 - 15:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Unions scharfe Antwort auf Social-Media-Hetze gegen Eta
Union Berlin hat als erster Club eine Trainerin für seine Männermannschaft in der Bundesliga. Auf abfällige Kommentare reagieren die Eisernen scharf. Was das mit einer Frau im Weltall zu tun hat.
Nach der Beförderung von Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin der Männer-Mannschaft hat sich der 1. FC Union Berlin energisch gegen sexistische und abfällige Kommentare in den sozialen Medien gewehrt.
«Ich habe das mitbekommen, Aber ich weigere mich auch, das tatsächlich zu lesen und mich damit zu identifizieren oder mir irgendeinen Mist nur vor Augen zu führen», sagte Geschäftsführer Horst Heldt bei einer Pressekonferenz der Eisernen.
In den Gesprächen mit Eta seien die verbalen Ausfälle kein Thema gewesen.
«Ich finde es wahnsinnig, dass wir uns damit auseinandersetzen müssen in der heutigen Zeit, uns rechtfertigen müssen. Wir reden hier von einer hochkompetenten Führungspersönlichkeit», sagte Heldt über Eta. Die 34-Jährige soll die Eisernen in den letzten fünf Saisonspielen betreuen.
Union prangert Sexismus direkt an
Zuvor hatte der Club bereits auf Social-Media-Posts direkt reagiert.
«Aber genau das bist du, ein Sexist», antworten die Köpenicker beispielsweise auf X auf einen herablassenden Beitrag eines Nutzers. Dieser hatte geschrieben:
«Der Bundesliga Trainer, der gegen sie verliert, hat für immer sein Gesicht verloren. Es gibt, glaube ich, kaum etwas Peinlicheres.»
Union Berlins Kommunikationschef lobte seine Mitarbeiter für diese klare Replik. Man habe sich ein
«bisschen in die Social-Media-Schlacht hineingestürzt», sagte Christian Arbeit. Man müssen sich
«streckenweise schämen, was für Menschen sich trauen, öffentlich sich in einer Weise zu entblößen, dass man ja eigentlich kaum Worte dafür findet», ergänzte er.
Vergleich mit erster Frau im Weltall
Arbeit zog einen Vergleich zwischen Eta und der ersten Frau im Weltall, Walentina Tereschkowa im Jahr 1963. Eta habe mit ihrer Rolle als erste Frau in der Chefverantwortung eines Männer-Bundesligisten
«einen pragmatischen Umgang», versicherte er. Die 34-Jährige war bei der Pressekonferenz des Clubs selbst allerdings nicht anwesend, sie wird erstmals am Donnerstag (14.00 Uhr) in der Vorbereitung auf ihre Premieren-Partie gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) öffentlich sprechen.
Heldt und Arbeit merkten auch an, dass sie gerade aus der Fußball-Branche viel positives Feedback für ihre Personalentscheidung nach der Trennung von Chefcoach Steffen Baumgart erhalten hätten.
Regierender Bürgermeister mit Fauxpas
Zu den Personen, die ausschließlich positive Worte für den Meilenstein im Männer-Fußball fanden, gehörte unter anderem Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner.
«Respekt und Anerkennung an den FC Union Berlin für diese Entscheidung. Ein starkes Signal für den Profifußball und für Frauen im Spitzensport», äußerte der CDU-Politiker.
Dass Wegner den Doppelnamen der 34-Jährigen falsch schrieb und bei Louise den Buchstaben o vergaß, begründete er nach einem Hinweis des Bundesligisten so:
«Da waren wir so überwältigt.».
Quelle
13.04.2026 - 16:30 Uhr | News | Quelle: dpa | von: SD
Wegen Eta: Union wehrt sich gegen sexistische Kommentare
![[Bild: s_87_472_2012_1.jpg]](https://www.soccerdonna.de/static/bilder_sd/spielerfotos/s_87_472_2012_1.jpg)
Nach der Beförderung von Marie-Louise Eta zur Trainerin des 1. FC Union Berlin hat sich der Fußball-Bundesligist in den sozialen Medien gegen sexistische Kommentare gewehrt.
«Aber genau das bist du, ein Sexist», antworten die Köpenicker beispielsweise auf X auf einen herablassenden Beitrag eines Nutzers. Dieser hatte geschrieben:
«Der Bundesliga Trainer, der gegen sie verliert, hat für immer sein Gesicht verloren. Es gibt, glaube ich, kaum etwas Peinlicheres.»
Die 34 Jahre alte Eta ist nach dem überraschenden Aus von Steffen Baumgart die erste Cheftrainerin im Oberhaus, sie übernimmt Unions Profiteam bis Saisonende. Im Internet wird der Personalwechsel kontrovers und manchmal unsachlich diskutiert. Die Union-Familie stehe hinter ihr, verteidigten die Köpenicker ihre Trainerin gegen Hasskommentare und bezeichneten sie als
«Fußballgöttin». Von vielen Nutzern gab es dafür Lob.
Auf einen Beitrag, dass kein Spieler eine Frau ernst nehme, die von Taktik oder Fußball erzähle, antworteten die Eisernen:
«Bei aller Liebe, aber das ist Sexismus.»
Regierender Bürgermeister mit Fauxpas
Zu den Personen, die ausschließlich positive Worte für den Meilenstein im Männer-Fußball fanden, gehörte unter anderem Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner.
«Respekt und Anerkennung an den FC Union Berlin für diese Entscheidung. Ein starkes Signal für den Profifußball und für Frauen im Spitzensport», äußerte der CDU-Politiker.
Dass Wegner den Doppelnamen der 34-Jährigen falsch schrieb und bei Louise den Buchstaben o vergaß, begründete er nach einem Hinweis des Bundesligisten so:
«Da waren wir so überwältigt.».
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13.04.2026 - 17:40 Uhr | News | Quelle: dpa
DFB-Coach Wück: Eta als Cheftrainerin «ein positives Signal»
![[Bild: t_25310_6556_2012_1.jpg]](https://www.soccerdonna.de/static/bilder_sd/spielerfotos/t_25310_6556_2012_1.jpg)
©IMAGO
Bundestrainer Christian Wück wünscht Marie-Louise Eta viel Erfolg bei Union Berlin. Der Chefcoach der deutschen Fußballerinnen sieht in der Personalie ein Zeichen für ganz Deutschland.
Bundestrainer Christian Wück begrüßt die Beförderung von Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin von Männer-Bundesligist 1. FC Union Berlin.
«Es ist auf jeden Fall ein positives Signal, was da gesendet wird», sagte der Chefcoach der deutschen Fußballerinnen auf der Pressekonferenz vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich am Dienstag (18.15 Uhr/ZDF) in Nürnberg.
«Ich kenne Marie-Louise aus ihrer Zeit beim DFB. Ich kenne sie aus ihrer Zeit bei Union und wünsche ihr natürlich alles, alles Gute, dass sie diese restlichen Spiele mit Union erfolgreich gestalten kann und wird», sagte Wück weiter.
«Und von daher ist das Zeichen, ich glaube, das jetzt auch durch Deutschland geht, durchweg positiv.»
Baumgarts Nachfolgerin hat DFB-Vergangenheit
Eta wurde als Nachfolgerin von Steffen Baumgart zur Cheftrainerin der Eisernen befördert. Die 34-Jährige ist die erste Frau in diesem Amt bei einem Männer-Fußballbundesligisten. Das Engagement ist vorerst auf die restlichen fünf Partien im Saisonschlussspurt befristet.
Vor ihrer Zeit bei Union hatte Eta unter anderem als Co-Trainerin Juniorinnen-Teams des DFB betreut. Bei Union heuerte sie im Sommer 2023 zunächst als Co-Trainerin der männlichen U19 an.
Quelle