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Saison 21/22 : Kompaktes von den SC Freiburg Frauen - Druckversion

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RE: Saison 21/22 : Zuhause bei den SC Freiburg Frauen - KLAUS - 13.10.2021

Ereleta Memeti im Videointerview über das Spiel in Jena den nächsten Gegnern Leverkusen und Wolfburg und ihre Vorfreude auf das Dreisamstadion  :

Ereleta Memeti: "Eine coole Nachricht!"


RE: Saison 21/22 : Zuhause bei den SC Freiburg Frauen - KLAUS - 28.10.2021

Janina Minge verlängert Vertrag

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26.10.2021

Janina Minge (22) hat ihren Vertrag beim SC Freiburg vorzeitig verlängert.

Minge spielt seit 2015 beim Sport-Club und stand in dieser Saison in allen Pflichtspielen in der Startformation. Die Mittelfeldspielerin erzielte gegen Jena ihr erstes Saisontor. „Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Janina in die nächsten Jahre zu gehen. Sie ist mittlerweile seit sechs Jahren beim Sport-Club und in dieser Zeit eine wichtige Stütze für die gesamte Mannschaft geworden“, sagt SC-Managerin Birgit Bauer-Schick.

Janina Minge äußerte sich wie folgt: „Ich bin jetzt schon seit längerer Zeit in Freiburg und fühle mich einfach unheimlich wohl hier. Egal ob sportlich oder privat – Freiburg ist mittlerweile wie eine Heimat für mich geworden. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit.“

Über die Vertragsinhalte wurde Stillschweigen vereinbart.

Foto: Tobias Mühlsteff

Quelle


Luisa Wensing verlängert Vertrag

[Bild: csm_c244b334cd9886e23b6aebdf15d1129a9d20...3feb8f.jpg]

27.10.2021

Luisa Wensing (28) hat ihren Vertrag beim SC Freiburg vorzeitig verlängert.

Wensing wechselte 2020 vom SV Werder Bremen an die Dreisam. Die Abwehrspielerin kommt in dieser Saison bislang auf drei Einsätze in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga. „Ich freue mich sehr, dass Luisa ihren Vertrag vorzeitig verlängert hat. Sie ist eine erfahrene Bundesligaspielerin, die unserer jungen Mannschaft enorm weiterhilft“, sagt SC-Managerin Birgit Bauer-Schick.

Luisa Wensing äußerte sich wie folgt: „Ich bin dem Sport-Club dankbar und freue mich auf die bevorstehenden Aufgaben mit dem Team. Im Verein und in der Stadt fühle ich mich sehr wohl.“

Über die Vertragsinhalte wurde Stillschweigen vereinbart.

Foto: Achim Keller

Quelle


Nach 919 Tagen Verletzungspause feiert Jobina Lahr in der U20 ihr Comeback :
Quelle


RE: Saison 21/22 : Zuhause bei den SC Freiburg Frauen - KLAUS - 03.11.2021

Rafaela Borggräfe im Videointerview


RE: Saison 21/22 : Zuhause bei den SC Freiburg Frauen - KLAUS - 12.11.2021

Svenja Fölmli im Video Interview


SC-Frauen kicken ab Dezember im Dreisamstadion

09.11.2021

Am Dienstag hat der DFB die zeitgenauen Ansetzungen der Spieltage Nummer zehn bis zwölf der FLYERALARM Frauen-Bundesliga bekannt gegeben. Die SC-Frauen tragen damit ab Dezember ihre Heimspiele im Dreisamstadion aus.

Seit Dienstagmittag sind die zeitgenauen Termine für die Spieltage zehn bis zwölf der Frauen des Sport-Club bekannt. Die zeitgenauen Ansetzungen:

10. Spieltag: Sonntag, 05. Dezember 2021, 13.00 Uhr:
SGS Essen – SC Freiburg
Live bei Magenta Sport.

11. Spieltag: Freitag, 10. Dezember 2021, 19.15 Uhr:
SC Freiburg – 1. FC Köln
Live bei Magenta Sport.

12. Spieltag: Samstag, 18. Dezember 2021, 13.00 Uhr:
SC Freiburg – TSG Hoffenheim
Live bei Magenta Sport.

Quelle


Mehr Wertschätzung für SC-Frauen

[Bild: csm_6fc54c8de2b487cdac8b49f56701928f688f...1dee57.jpg]

12.11.2021

Am gestrigen Donnerstagabend traf sich eine Gesprächsrunde rund um die beiden SC-Spielerinnen Hasret Kayikci und Jana Vojteková mit 20 Fans, um den Freiburger Frauenfußball weiter nach vorne zu bringen.

Während draußen zahlreiche Laternenumzüge die Freiburger Straßen bevölkerten, führten 20 interessierte Fans mit SC-Vertreter*innen einen intensiven Dialog rund um das Thema Frauenfußball beim Sport-Club Freiburg. Bei dem rund zweistündigen Treffen, an dem die Spielerinnen Hasret Kayikci und Jana Vojteková, sowie Managerin Birgit Bauer-Schick sowie Präsident Eberhard Fugmann teilnahmen, sollten Mittel und Wege gefunden werden, die Sichtbarkeit der SC-Frauen zu erhöhen und mehr Fans für die Heimspiele der Frauenmannschaft zu begeistern.
Dabei betonte Mannschaftskapitänin Kayikci schon zu Beginn, dass „eine gute Stimmung für die Mannschaft extrem wichtig ist. Aber es ist nicht nur die Atmosphäre, auf die wir uns mit dem Umzug ins Dreisamstadion freuen. Wir zählen die Tage, bis wir dort endlich trainieren können.“ Die Möglichkeiten am Schönbergstadion sind begrenzt; um das Niveau zu steigern und den Frauenfußball beim SC zu fördern, ist der Umzug elementar. Das betonte auch Managerin Bauer-Schick: „Wir wollen die gute Infrastruktur nutzen, damit sich die Mädels wohlfühlen können. Das Dreisamstadion wertet die gesamte Frauenabteilung auf und lockt schlussendlich auch mehr Fans zu unseren Spielen.“ Das sieht auch Präsident Eberhard Fugmann so, der sich selbst und den gesamten Verein hinter der Frauenmannschaft sieht: „Ich möchte, dass das, was angekündigt, auch umgesetzt wird. Der Frauenfußball soll eine größere Wertschätzung erhalten!“

Das Ziel des Abends war es, genau dafür die ersten Schritte einzuleiten. Als eines der größten Probleme sahen die Fans die geringe Wertschätzung des Frauenfußballs in der Öffentlichkeit – teilweise ungünstige Anstoßzeiten, seltene Übertragungen im Free-TV und wenig Werbung seien verantwortlich dafür, dass der Frauenfußball noch immer nicht so populär ist, wie er es sein könnte. Somit soll vor allem auch das Thema Sichtbarkeit und Werbung in der nächsten Zeit in Angriff genommen werden.

Vor allem den außerordentlichen Support beim vergangenen Pokalspiel an Allerheiligen gegen Wolfsburg war Jana Vojteková und Hasret Kayikci nachhaltig in Erinnerung geblieben: „Neben der vielen Werbung durch die Ultras, die uns beim Spiel grandios unterstützt haben, würde eine größere Sichtbarkeit durch die regionalen Medien sicherlich helfen“, so die Kapitänin.

Am Ende des Abends stand eine lange Liste mit vielen Ideen und Vorschlägen, die in den nächsten Wochen auf den Weg gebracht werden sollen. Der Fan-Talk selbst war dabei nur eine Kick-Off-Veranstaltung, die nun in einem regelmäßigen Rhythmus wiederholt werden soll. Der nächste Termin ist für Ende Januar angesetzt.

Foto: SC Freiburg

Quelle


RE: Saison 21/22 : Zuhause bei den SC Freiburg Frauen - KLAUS - 14.11.2021

Am Sonntag spielen die SC-Frauen ein letztes Mal im Möslestadion

BZ-Plus Gegen Werder Bremen laufen die SC-Frauen am Sonntag zum letzten Mal im Möslestadion auf. Mit dabei: Ex-Werder-Spielerin Giovanna Hoffmann, die auf dem Weg zu alter Stärke ist.

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Nach fast einjähriger Pause steht Giovanna Hoffmann, Offensivspielerin des Frauenfußball-Erstligisten SC Freiburg, wieder regelmäßig auf dem Platz. Zum genau richtigen Zeitpunkt: Am Sonntag (13 Uhr/Möslestadion) erwarten die Freiburgerinnen den SV Werder Bremen – also den langjährigen Verein Hoffmanns, von dem sie 2020 nach Freiburg gewechselt war.

Bereits zwei lange Verletzungspause

Mit langen Verletzungspausen kennt sich Giovanna Hoffmann aus – leider. Im Mai 2015 zog sich die heute 23-Jährige einen Bruch des oberen linken Sprunggelenks zu, erst Ende September 2016 machte sie ihr nächstes Pflichtspiel. Im Frühjahr 2018 dann der erneute Ausfall, wieder musste Hoffmann fast ein Jahr warten, ehe sie im März 2019 nach überstandener Verletzungspause ein Pflichtspiel für die Werder-Frauen bestreiten durfte. Der Grund damals: Hüft- und Leistenprobleme.

"Es ist schon schwierig, diese Phase zu überstehen, bis man voll einsetzbar ist", erzählt die 23-Jährige im Telefoninterview über die Schwierigkeit, sich von einer schwerwiegenden Verletzung zurückzukämpfen. "Der Körper braucht Zeit, um sich wieder an die Belastung zu gewöhnen, in der Reha kann man das nicht simulieren. Aber jetzt gilt es, jeden Tag alles zu geben, um Schritt für Schritt besser zu werden", so Hoffmann.

Im Sommer 2020 war Hoffmann aus Bremen nach Freiburg gekommen, die Offensivspielerin sollte den Freiburger Sturm beleben. Etwas, was ihr in den ersten Wochen, die sie in der vergangenen Saison noch mitgestalten durfte, immer besser gelungen war. Im Herbst 2020 jedoch folgte die Hiobsbotschaft: Kreuzbandriss. "Ich bin mit großen Hoffnungen nach Freiburg gekommen, um mich hier weiter zu entwickeln; ich war auch ein Stück weit demütig, weil ich wusste, dass ich aus der zweiten Liga komme. Ich habe mich aber gefreut, dass ich von Spielerinnen mit Erfahrung lernen kann", sagt Hoffmann rückblickend.

Sie habe gemerkt, dass sie Zeit brauche, um sich auf dem Platz und in der Freiburger Formation zurechtzufinden. "Ich hatte nach den ersten zwei, drei Spielen das Gefühl, im Sturm meinen Platz gefunden zu haben – ich denke, wenn ich mich nicht verletzt hätte, hätte das einen positiven Verlauf nehmen könne. Umso bitterer ist es natürlich, dass ich mich so früh verletzt habe und viele Monate ausgefallen bin."

Im Training den Druck hochhalten

Ende September 2021, kurz nach ihrem 23. Geburtstag, durfte Hoffmann im DFB-Pokal beim 10:0-Sieg gegen den bayerischen Fünftligisten Ebing ihr Comeback feiern. Seitdem hat die Offensivspielerin vermehrt Minuten sammeln können, wurde meist in der Schlussviertelstunde eingewechselt. "Mir tut der Trainingsrhythmus gut und dass ich bei der Mannschaft bin. Wir sind momentan auf allen Positionen gut besetzt, ich weiß um meine Rolle im Team und freue mich über jede Minute, die ich bekomme", sagt Hoffmann mit Blick auf ihren Weg zurück zu alter Stärke. Sie wolle versuchen, im Training den Druck hochzuhalten, um im Spiel in den Minuten, in denen sie eingesetzt werde, mit den sich bietenden Aktionen dem Team bestmöglich zu helfen.

Denn rosig sieht die sportliche Situation der Freiburgerinnen momentan nicht wirklich aus: Im Pokal war nach einer 0:3-Niederlage gegen Wolfsburg im Achtelfinale Schluss, in der Liga rangiert man mit einem Sieg aus sieben Spielen auf Platz zehn der Zwölfer-Liga mit ihren zwei Abstiegsplätzen. Nur Jena (2 Zähler) und Schlusslicht Sand (1) haben noch weniger gepunktet. Mit einem Erfolg gegen Bremen könnte man an Werder (derzeit Achter mit 7 Punkten) vorbeiziehen und sich langsam vorarbeiten. Und vielleicht bekommt Giovanna Hoffmann, die gegen Werder "ein besonderes Spiel" bestreiten wird, wieder ein paar Spielminuten, um sich ihrer Bestform weiter anzunähern.


Mösle- oder Dreisamstadion?
Ihren Spielbetrieb werden die SC-Frauen vom Mösle- ins Dreisamstadion endgültig erst Anfang Dezember zum Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Freitag, 10. Dezember, 19.15 Uhr) verlegen. Das hat laut Verein organisatorische Gründe. Und deshalb ist die Partie gegen Bremen das letzte Heimspiel der SC-Frauen im Möslestadion.

Quelle


RE: Saison 21/22 : Zuhause bei den SC Freiburg Frauen - KLAUS - 16.11.2021

16.11.2021 - 10:22 Uhr | News | Quelle: Soccerdonna | von: Kay-Ole Schönemann
Riola Xhemaili: Talent, Leidenschaft und Arbeit sind der Schlüssel zum Erfolg

[Bild: s_39480_557_2012_1.jpg]
©FC Basel

Riola Xhemaili stammt aus einer Fußballbegeisterten Familie. Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder startete ihre Karriere beim FC Solothurn, von wo es weiter zum FC Basel ging. Jetzt spielt Riola in Freiburg in der Bundesliga und ist A-Nationalspielerin mit gerade einmal 18 Jahren. Im Soccerdonna-Interview spricht das Schweizer-Toptalent über ihre Zeit in der Corona-Pandemie, der Weg zur Nationalspielerin und ihre Zeit beim FC Basel bis hin zum SC Freiburg.

Socerdonna: Frau Xhemaili, wenn man sich so ihre Karriere anschaut, dann fällt einem auf, dass sie in so jungen Jahren schon einiges erlebt haben. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigem Verlauf Ihrer Karriere?

Riola Xhemaili: Ich habe schon mit 15, also schon ziemlich früh, in der ersten Schweizer Liga gespielt und spielte dann 3 Jahre bei den Baseler Frauen in der AWSL. Auf diesem Weg konnte ich schon viele Erfahrungen sammeln. Ich bin zufrieden, aber ich habe auch noch einen langen Weg vor mir.

Socerdonna: Bei ihrem Debüt mit 15 Jahren spielten Sie über die volle Distanz und erzielten sogar direkt ein Tor. Wie haben Sie dieses Spiel erlebt?

Riola Xhemaili: Es war überwältigend. Ich war sehr aufgeregt. Vor dem Spiel schossen mir eine Menge Gedanken durch den Kopf. Aber ich war durch das Vertrauen in der Startelf zu stehen hochmotiviert mich dieser Aufgabe zu stellen! Die 90 Minuten waren überwältigend, einer der schönsten Momente meines Lebens.

Socerdonna: In der darauffolgenden Saison gehörten Sie bereits zu den etablierteren Spielerinnen des FC Basels. In 14 Ligaeinsätzen kamen Sie auf 4 Saisontore. Wie zufrieden waren Sie bis hierhin?

Riola Xhemaili: Ich war zwar zufrieden, aber hätte gerne noch das ein oder andere Tor mehr erzielt. Ich war die Jüngste Spielerin der Mannschaft und wollte mir selber eigentlich nicht so viel Druck machen - die ein oder andere Torbeteiligung mehr hätte es trotzdem sein können.

Socerdonna: Durch die Corona - Pandemie wurde die Saison erst unterbrochen und letztendlich abgebrochen. Wie haben Sie vom Abbruch erfahren und was waren Ihre Gedanken dazu?

Riola Xhemaili: Zu Beginn der Pandemie war es für alle kaum absehbar was passieren wird und wie intensiv es sich auf alle Lebensbereiche, Beruf und auch auf den Fußball auswirken wird. Wir haben die Veränderung natürlich sehr schnell durch die Art und Weise unseres Trainings gespürt - es fiel teilweise aus, teilweise fand es nur in Gruppen statt. Eigentlich wusste niemand so Wirklich wie es weitergeht und wann und ob die Pandemie ein Ende hat. Der Fußball hat mir zu dieser Zeit sehr gefehlt und ich habe nochmals mehr gemerkt, wie wichtig mir dieser Sport ist. Zuhause habe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten versucht mich fit zu halten und weitergearbeitet, aber das ist natürlich nicht zu vergleichen mit dem Vereinstraining.

Socerdonna: Im August 2020 startete die neue Saison - welche Hürden mussten Sie bewältigen, damit der Spielbetrieb aufrechterhalten werden konnte? Mussten Sie mit vielen Einschränkungen leben?

Riola Xhemaili: Wir mussten uns oft testen lassen, was bis heute auch noch so ist. Auch die Kabine durften wir teilweise nicht betreten, sowie duschen nur zuhause - alles wurde regelmäßig desinfiziert. Auch die Kontaktbeschränkungen wurden teilweise während der Einheit durchgesetzt, dann gab es Kontaktloses Training. Mittlerweile ist es zwar schon viel besser geworden, aber noch nicht vergleichbar mit der Trainingssituation von vor der Pandemie.

Socerdonna: In 28 Spielen 13 Tore und 6 Vorlagen. Die Saison 20/21 war die erfolgreichste Saison im Schweizer Oberhaus. Es folgte der Wechsel nach Freiburg zum Sportclub. Warum Freiburg und wie konnte der SC Sie überzeugen Ihren nächsten Karriereschritt im Breisgau vorzunehmen?

Riola Xhemaili: Ich war sehr zufrieden mit der Saison 20/21. Ich habe mich weiterentwickelt, sowohl fußballerisch, speziell im Offensivspiel, was durch die Anzahl meiner Tore und Assists auch nochmal unterstrichen wurde, als auch privat durch meine abgeschlossene Ausbildung. Das erschien mir als der perfekte Zeitpunkt um den nächsten Schritt ins Ausland zu wagen. Ich war für viele Möglichkeiten offen - Freiburg hat mir aber von Anfang an ein gutes Gefühl gegeben. Ich fühlte mich hier auf Anhieb wie zu Hause - die Nähe zur Schweiz und zu meiner Familie, die Sprache und die Art und Weise wie der SC Freiburg mir von Anfang an Vertrauen entgegengebracht hat, waren die wesentlichen Gründe für meinen Wechsel.

Socerdonna: Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigem Saisonverlauf?

Riola Xhemaili: Teilweise zufrieden trifft es glaube ich ganz gut. Wir wissen was wir können und sind in der Bundesliga bekannt für unsere Stärken. Trotzdem müssen wir effektiver mit unseren Chancen umgehen und einfach mehr Punkte aus unseren guten Leistungen mitnehmen. Wir sind eine junge Mannschaft und müssen lernen reifer mit gewissen Situationen umzugehen. Mit mir persönlich bin ich auch relativ zufrieden - ich komme auf meine Einsatzzeiten, die ich brauche um mich weiterzuentwickeln - trotzdem möchte ich mit der Mannschaft zusammen den nächsten Schritt machen und noch mehr Punkte holen.

Socerdonna: Wo sind die Unterschiede zwischen der AWSL und der Bundesliga?

Riola Xhemaili: Die Körperlichkeit, und die Geschwindigkeit sind schon eine andere Hausnummer. Die Bundesliga lässt mir nicht mehr viel Zeit um Entscheidungen zu treffen. Handlungsschnelligkeit, Spieltempo, Zweikampfführung und die allgemeine Physis sind Attribute an denen ich ständig arbeite. Die Qualität der Gegner ist einfach höher - der Konkurrenzkampf mit starken Gegnern wirkt sich äußerst positiv auf mich und auf meine Einstellung aus - er hilft mir extrem um mich weiterzuentwickeln.

Socerdonna: Würden sie sich auch mal wünschen vor einer Rekordkulisse von über 18.000 Zuschauern zu spielen, wie jüngst beim Stockholmer Derby zwischen Hammarby IF und AIK Solna?

Riola Xhemaili: Natürlich, denn das Spielen vor Fans ist unglaublich schön. Seit dieser Saison dürfen beim SC Freiburg in der Bundesliga auch wieder Zuschauer dabei sein. Zwar sind es keine 18.000 aber ich freue mich über jeden Einzelnen sehr, je mehr dabei sind desto mehr Kraft gibt mir das für das Spiel. Ich hoffe auch für die EM 2022 mit der Schweiz auf eine hohe Anzahl an Fans im Stadion, denn der Frauenfußball hat enorm an Attraktivität dazu gewonnen.

Socerdonna: Machen wir nochmal einen kleinen Schwenk in Ihre Nationalmannschaftskarriere - Mit 17 Jahren debütierten Sie und wurden für Ihr Idol Ramona Bachmann eingewechselt. Eine besondere Ehre?

Riola Xhemaili: Für mich war das schon eine Ehre als ich aufgerufen wurde. Ein Debüt ist immer etwas Besonderes. Genauso wie das Debüt in der Schweizer Liga war dieser Moment etwas was ich in meinem Leben nicht mehr vergessen werde. Dann auch noch für Ramona eingewechselt zu werden war umso schöner. Ich habe es schon in vielen Interviews erwähnt. Ramona Bachmann ist für mich die beste Fußballerin und das größte Idol, diese Einwechslung ging nicht schöner.

Socerdonna: Es folgen insgesamt 8 Einsätze in der Nationalmannschaft, sie spielten dann noch unter anderem das EM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien, wo Sie in der 104. Minute eingewechselt wurden, worauf hin ein nervenaufreibendes Elfmeterschießen folgte. Wie fühlten Sie sich und wollten Sie nicht schießen?

Riola Xhemaili: Es war für mich ein sehr spannendes, aber auch hektisches Spiel. Ich wurde auf einer ungewohnten Position eingewechselt, war aber noch ziemlich frisch und habe bis zum Ende gekämpft. Leider konnten wir kein Tor mehr schießen und so kam es zum Elfmeterschießen. Ich wollte eigentlich schießen, jedoch sagte mir Lia Wälti sie fühle sich gut und würde auch schießen wollen. Ich habe mich dann der Situation angepasst und ihr den Vortritt gelassen, wäre aber im Falle einer Sechsten Schützin an der Reihe gewesen. Somit habe ich meinen Elfmeter zwar knapp verpasst, aber letztendlich haben wir als Mannschaft das Spiel gewonnen und das ist das was zählt. Jedoch war es der Nervenaufreibendste Moment meiner Karriere.

Socerdonna: War das Ihr bis jetzt emotionalstes Spiel?

Riola Xhemaili: Nein, das war es nicht. Die Niederlage im Pokalhalbfinale vom FC Basel gegen den FC Luzern war mein emotionalstes Spiel. Nachdem wir die Meisterschaft nicht gewinnen konnten, obwohl wir uns den Titel vor der Saison fest vorgenommen hatten, wollte ich unbedingt den Pokal gewinnen. So nah dran zu sein und es schlussendlich nicht zu schaffen tat schon sehr weh und spiegelt auch wider wie viele Emotionen und Leidenschaft ich in den Fußball stecke.

Socerdonna: Wie gut ist der Austausch zwischen Ihrem Trainer Nils Nielsen und Ihnen?

Riola Xhemaili: Nils Nielsen ist ein sehr guter Trainer, wir können uns immer mit ihm über alles mögliche austauschen. Er ist immer erreichbar und immer für mich da, wenn ich ihn brauche. Er gibt mir regelmäßiges Feedback, was mir in meinem jungen Alter besonders wichtig ist. Dazu schenkt er mir durch die Spielzeit ein enormes Vertrauen.

Socerdonna: Wie sehen die nächsten Schritte Ihrer Karriere aus?

Riola: Ich möchte in der Nationalmannschaft weiter angreifen und mir noch mehr Spielzeit verdienen und auf meinen Stammplatz hinarbeiten. Bis jetzt sieht das sehr gut aus, in den letzten EM-Qualifikationsspielen habe ich immer von Anfang an gespielt. Bei Freiburg möchte ich mein Offensivspiel weiter verbessern und mehr an Toren beteiligt sein und einfach weiter mit der Mannschaft zusammenwachsen und das Spiel der Mannschaft mit nach vorne bringen.


Socerdonna: Wenn sie ein kleines Mädchen heute fragen würde, was sie tun müsste um Profifußballerin zu werden, was würden Sie ihr raten?

Riola Xhemaili: Ich würde sie erstmal fragen, ob Fußball ihre Leidenschaft ist und ob sie ihr Hobby zum Beruf machen möchte, denn die Grundvoraussetzung für diesen Schritt ist es den Fußball zu leben und zu lieben. Zusätzlich muss man ein gewisses Talent mitbringen, aber auch hart daran arbeiten dieses Talent zu nutzen. All diese Punkte zusammen sind die Schlüssel zum Erfolg.

Quelle


RE: Saison 21/22 : Zuhause bei den SC Freiburg Frauen - KLAUS - 17.11.2021

Videointerview mit Kim Fellhauer


RE: Saison 21/22 : Zuhause bei den SC Freiburg Frauen - KLAUS - 18.11.2021

[Bild: csm_251250-kayikci_97c0828989.jpg]

Drei Spiele Sperre für Freiburgerin Kayikci

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Hasret Kayikci vom Frauen-Bundesligisten SC Freiburg im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen einer Tätlichkeit gegen die Gegnerin in einem leichteren Fall nach einer zuvor an ihr begangenen sportwidrigen Handlung mit einer Sperre von drei Meisterschaftsspielen der FLYERALARM Frauen-Bundesliga belegt. Darüber hinaus ist die Spielerin bis zum Ablauf der Sperre auch für alle anderen Meisterschaftsspiele ihres Vereins gesperrt.

Kayikci war in der 73. Minute des Frauen-Bundesligaspiels gegen den SV Werder Bremen am 14. November 2021 von Schiedsrichterin Ines Appelmann (Alzey) des Feldes verwiesen worden.

Die Spielerin beziehungsweise der Verein hat dem Urteil zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig.
[dfb]

Quelle


RE: Saison 21/22 : Zuhause bei den SC Freiburg Frauen - KLAUS - 22.11.2021

[Bild: 1637414049896%2Chasret-kayikci-100~_v-16...cd877a.jpg]

Freiburgs Kapitänin: Kämpferin Kayikçi

Für Hasret Kayikçi ist Profifußballerin sein mehr als ein Beruf. Dafür hat die Kapitänin des SC Freiburg in ihrer Karriere schon zu viel erlebt – schwere Verletzungen, Rückschläge und noch immer der Kampf um Gleichberechtigung.

Hasret Kayikçi schlägt die Hände vor ihr Gesicht und legt dann die Stirn in Falten. Die Augen weit aufgerissen, die Gesten groß und Kayikçi hoch emotional. Wer die Kapitänin des SC Freiburg aus den Übertragungen der Fußballspiele kennt, hat oft ein festes Bild der 30-Jährigen. Sie geht vorweg, wirkt selbst dann laut, wenn der Ton des Fernsehers ausgeschaltet ist, eine Führungsspielerin eben.

Wer Kayikçi aber abseits des Platzes trifft, erlebt sie ganz anders. Sie ist ruhig, fast schon zurückhaltend. Ihre Antworten wählt sie mit Bedacht, weniger emotional sind sie deshalb nicht. "Ich spiele seit 14 Jahren in der Bundesliga – dass man da vorangeht und auch Verantwortung übernimmt, ist klar", sagt Kayikçi im Gespräch mit SWR Sport. Zehn dieser 14 Jahre ist sie nun schon im Breisgau – 2011 kam Kayikçi aus Duisburg zum ambitionierten Aufsteiger nach Freiburg.

Kayikçi ist Erwachsen geworden

Das Team ist gewachsen, die Stürmerin auch. "Ich bin hier erwachsen geworden, von einem jungen Mädchen zu einer Frau", erzählt Kayikçi. Geprägt hat sie auch ihre Leidensgeschichte – der erste Kreuzbandriss bei der U19-EM 2011, mehr als ein Jahr lang dauerte es, bis sie wieder auf dem Platz stehen konnte, dann riss das Kreuzband erneut. Die nächste Operation, Kayikçi kämpft – und erlebt einen weiteren Rückschlag: Verletzung am Innenmeniskus.

"Ich habe fast drei Jahre am Stück nicht gespielt", sagt sie. Die Spiele verfolgte sie von der Tribüne, den Platz sah sie nur aus der Ferne. "Das war mental super schwierig. Und dann ist mir der Verein entgegengekommen und hat meinen Vertrag sogar noch verlängert." Für Kayikçi keine Selbstverständlichkeit. "Vor allem nicht in dem Business", sagt sie nachdenklich.

"Freiburg hat mir viel gegeben"

Der Rückhalt des Vereins in den Momenten als es für sie besonders schwer war, bedeutet der Kapitänin viel. "Das hat meine Denkweise verändert und mich als Mensch weitergebracht", erzählt sie. Den SC zu verlassen, war deshalb nie eine Option. "Freiburg hat mir sehr viel gegeben." Viel davon versucht sie zurückzugeben – an den Club, dessen Team sie in den vergangenen Jahren geprägt hat, als Führungsspielerin, Torschützin, Unterschiedsspielerin. Und als starke, wenn auch kleine Schulter (Kayikçi misst 1,63 Meter) für alle jene, die verletzt sind.

Kayikçi begleitet ihre Mitspielerinnen, hört zu. "Oft hilft auch einfach, ein bisschen Verständnis zu haben." Denn gemeinsam wollen sie in Freiburg noch etwas erreichen. "Es geht sehr viel. Wir haben eine junge Mannschaft mit viel Potenzial und talentierten Spielerinnen", meint die Kapitänin. Der nächste Schritt ist der Umzug ins Dreisamstadion. Dann verbessern sich nicht nur die Trainingsbedingungen. "Da wird alles einfacher", so Kayikçi. "Ich zähle echt die Tage. Der Verein und wir alle haben viel dafür getan, dass wir endlich ins Dreisamstadion kommen."

Einfach nur ein ebener Platz

Noch aber ist das Männer-Team nicht raus. Erst wenn sie ihre Spinde geräumt und ins Europa-Park-Stadion umgezogen sind, können Kayikçi und Co ihr neues sportliches Zuhause beziehen. Denn aktuell spielen die Männer zwar in der neuen Arena. Fürs Training nutzen sie aber noch die alten Plätze rund um das Dreisamstadion. Der nächste, aber nicht der letzte Schritt. Denn die Bedingungen für die Fußballerinnen müssen sich ändern - nicht nur in Freiburg. Davon ist Kayikçi überzeugt.

"Es geht nicht darum, dass wir einen mega hohen Anspruch haben. Die meisten Vereine wollen einen ebenen Rasen, einen Kraftraum und eine Kabine. Für den Frauenfußball wäre das schon ein Schritt nach vorne." Und warmes Wasser, wenn es nach dem Spiel unter die Dusche geht. Auch das ist nicht bei allen Bundesliga-Vereinen selbstverständlich.

Long way to go

Kayikçi etwa hat als sie 2011 nach Freiburg kam nicht nur Fußball gespielt, sie hatte auch eine 40-Stunden-Woche, ist arbeiten gegangen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Zwar hat sich das inzwischen geändert, die Liga aber müsse sich weiter professionalisieren. "Es geht nicht darum, dass wir zehn Millionen Euro verdienen wollen, sondern dass Fußballerinnen davon leben können und nicht noch 40 Stunden die Woche arbeiten gehen oder in einer 5er-WG wohnen müssen", sagt die Freiburger Kapitänin.

Die Belastung und die schwierigen Trainingsbedingungen wirken sich auch auf die Gesundheit der Spielerinnen aus. Denn aktuell trainieren die Frauen des SC Freiburg im Schönbergstadion des Kreisligisten Blau-Weiß Wiehre - mit allem, was dazugehört oder eben fehlt. "Wenn man die Verletzungshistorie sieht, kann man natürlich immer sagen, Frauen sind verletzungsanfälliger. Aber wenn man die Bedingungen sieht, kann man es auch darauf zurückführen." Auch deshalb sehen die Fans an den heimischen Bildschirmen oft eine andere Hasret Kayikçi.

Nichts anderes als Fußball

Sie kann und will kein jähes Karriereende riskieren, kämpft auf dem Platz auch darum, sich nicht zu verletzen oder Fouls einzustecken, die vermeintlich vermeidbar gewesen wären. Denn schon als Kind hatte Kayikçi nur eines im Sinn: "Ich habe eigentlich den ganzen Tag nichts anderes gemacht, als Fußball zu spielen." Und wenn es nach der Freiburger Kapitänin geht, soll das auch so bleiben.

Quelle mit Videos


RE: Saison 21/22 : Zuhause bei den SC Freiburg Frauen - KLAUS - 23.11.2021

[Bild: csm_251450-kraus2_9cb2249617.jpg]

Freiburgs Kraus: "Es ist mehr möglich für uns"

Der SC Freiburg ist auf dem Weg nach oben in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga: Nach einem schwierigen Saisonstart hat die Mannschaft von Trainer Daniel Kraus mit zwei Siegen den Anschluss an die erste Tabellenhälfte geschafft. Im DFB.de-Interview ordnet der 37 Jahre alte Fußball-Lehrer die Lage ein und erklärt, was die nächsten Schritte auf dem Weg zum Spitzenteam sind.

DFB.de: Herr Kraus, müssen Sie nach den beiden Siegen zuletzt den Blick nun nicht mehr in erster Linie nach unten richten?

Daniel Kraus: Nein, wir wollen nach oben schauen. Durch die beiden Erfolge haben wir einen guten Schritt in die richtige Richtung gemacht und uns ein beruhigendes Polster auf die Abstiegsränge aufgebaut.

DFB.de: Warum hat sich Ihre Mannschaft so lange so schwer getan?

Kraus: Es war von Anfang klar, dass es nicht einfach wird. Der Spielplan hat es in den ersten Wochen nicht gut mit uns gemeint, weil wir gegen sämtliche Topteams antreten mussten. Dass es da schwer wird zu punkten, wussten wir. Wir haben oft gut mitgehalten, aber uns durch Kleinigkeiten selbst um den Lohn der Mühen gebracht. Deshalb waren die Siege zuletzt gegen Bremen und Sand auch sehr wichtig für uns. Wir mussten diese Spiele gewinnen.

DFB.de: Ihre Mannschaft hat dem Druck Stand gehalten.

Kraus: Und wir haben dabei nicht mal ein Gegentor bekommen. Das ist besonders erfreulich. Die Spielerinnen haben diese komplizierte Situation angenommen und super gelöst. Es ging nicht darum, schönen Fußball zu zeigen. In diesen beiden Partien ging es einzig und alleine um die Punkte, und die haben wir geholt. Das gibt Selbstvertrauen. Jetzt haben wir etwas Luft, um durchzuatmen.

DFB.de: Wie wichtig ist es, nun zumindest kurzfristig nicht mehr vom Ergebnisdruck getrieben zu werden?

Kraus: Wir haben in der Hinrunde noch zwei Spiele - zunächst gegen Essen und dann gegen Köln. Das sind zwei Gegner, die ich mit uns auf Augenhöhe sehe. Hier wollen wir nachlegen und beide Begegnungen gewinnen. Den Druck machen wir uns selbst. Wir haben jetzt einen Lauf und wollen diesen fortsetzen. Aber das wird uns nur gelingen, wenn wir einerseits die richtige kämpferische Einstellung und andererseits fußballerische Lösungen finden.

DFB.de: Die Tabelle der FLYERALARM Frauen-Bundesliga ist derzeit zweigeteilt, die oberen Sechs und die unteren Sechs. Sind Sie in der Lage, diese Konstellation aufzubrechen?

Kraus: Das ist unser Ziel. Aber dazu müssen wir zunächst Essen schlagen, um so den Rückstand auf Leverkusen auf Platz sechs zu verringern. Wenn uns das gelingt, können wir den Blick endgültig nach oben richten. Wir haben viel investiert, um derzeit zehn Punkte auf dem Konto zu haben. Aber es ist mehr möglich für uns.

DFB.de: Das hat Ihre Mannschaft beispielsweise beim Unentschieden gegen Spitzenreiter VfL Wolfsburg gezeigt.

Kraus: Absolut. Wir haben schon mehrfach in dieser Saison und auch in der Vorbereitung gezeigt, was wir können. Die Kunst ist es, diese Leistungen möglichst konstant abzurufen. Daran müssen wir arbeiten. Wir haben beispielsweise zu viele gute Torchancen nicht genutzt und damit Punkte liegen gelassen.

DFB.de: Ihr Polster nach unten ist komfortabel, der Rückstand nach ganz oben ziemlich groß. Wie schwer ist es für Sie als Trainer, die Spannung innerhalb der Mannschaft hochzuhalten?

Kraus: Wir sind gerade erst mal froh, dass wir uns ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle gespielt haben. Bis vor zwei Wochen sah die Situation noch ganz anders aus. Das war nicht so angenehm. An die positiven Erfahrungen wollen wir nun anknüpfen. Die Mädels sind sehr ehrgeizig. Wir haben eine junge Mannschaft. Unsere Aufgabe ist es, die Spielerinnen individuell zu verbessern. Am Ende werden wir dadurch als Gemeinschaft besser. Es geht darum, unser Spiel langfristig zu verbessern.

DFB.de: Um mit Mannschaften wie Hoffenheim, Leverkusen oder Frankfurt auf Augenhöhe zu kommen?

Kraus: Ja, das ist möglich. Hoffenheim verfolgt seit Jahren eine sehr klare Linie und hat auch die entsprechenden finanziellen Mittel. Sie haben eine gewachsene Mannschaft und ein tolles Trainerteam. Auch die Infrastruktur passt dort. Für uns ist es wichtig, dass wir den Umzug ins Dreisamstadion schaffen, um dort perfekte Trainings- und Spielmöglichkeiten zu haben. Das ist aus einer Sicht ein ganz entscheidender Schritt. Und dann ist es wichtig, dass wir unsere Mannschaft mal über einen längeren Zeitraum zusammenhalten und punktuell sogar verstärken können. Dann bin ich sehr zuversichtlich. Dann können wir wirklich nach oben schauen. Das ist der Weg.

DFB.de: In der Saison 2017/2018 waren die Freiburger Frauen zeitweise sogar Tabellenführer. Ist etwas Ähnliches noch mal möglich?

Kraus: Damals war ich noch nicht hier. Aber man muss ja nur mal schauen, wo die Spielerinnen heute unter Vertrag stehen - viele haben es bis in die Nationalmannschaft geschafft. Diese Konstellation ist für uns Vorbild. Unsere Aufgabe ist es, junge Spielerinnen auszubilden. Aber wir sollten die Realität nicht aus den Augen verlieren: Im Moment ist der Weg dorthin sehr weit. Wir wollen Schritt für Schritt gehen.
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