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1.FFC Frankfurt : Heimspielberichte Saison 19/20
#11
Hervorragender Re-Start

Der 1. FFC Frankfurt gewinnt sein Spiel nach der Corona-Pause gegen den SC Sand hochverdient 3:1

Alle drei Spiele hatte der 1. FFC Frankfurt nach der Winterpause gewonnen, dann stoppte das Corona-Virus den Spielbetrieb der FLYERALARM Frauen-Bundesliga für mehrere Monate. Nun endlich konnte unter Einhaltung des von DFL und DFB ausgearbeiteten Hygiene-Konzepts die höchste deutsche Frauen-Spielklasse seinen Spielbetrieb fortsetzen. Der FFC empfing zum Re-Start am 17. Spieltag der Saison 2019/20 den SC Sand am heimischen Stadion am Brentanobad – aus verständlichen Gründen ohne Fans. Die Frankfurterinnen ließen sich von diesen für alle besonderen Umstände nicht beirren und schlugen den SC 3:1 (2:1).

Vor Anpfiff gab es eine Schweigeminute – mit Abstand – am Mittelkreis im Gedenken der Corona-Toten. Auch personell gab es beim Heim-Team aus Hessen einige Veränderungen: Weil Sophia Kleinherne in der Quarantäne-Woche eine mündliche Abiturprüfung absolvierte und nicht alle Hygiene-Vorschriften erfüllen konnte, spielte für sie FFC-Kapitänin Tanja Pawollek in der Innenverteidigung. Nach langer Zeit – zuletzt für Bayer 04 Leverkusen vor rund fünf Jahren – in der obersten deutschen Spielklasse in der Startelf stand Theresa Panfil, die zeitweise  mehr als drei Jahre lang wegen Knie-Verletzungen keinen Fußball spielen konnte und auf ein Comeback hinarbeitete, das sie im Januar 2019 in einem Testspiel feiern durfte. Es dauerte nur wenige Minuten, bis der FFC sich per Freistoß von Barbara Dunst und Sand durch Jasmin Sehan langsam dem jeweils gegnerischen Tor annäherten.

Es war von Beginn an Tempo in der Partie – fünf Minuten waren erst absolviert, als Dina Blagojevic allein aufs FFC-Tor zulief und Frankfurts Keeperin Bre Heaberlin überlupfte. Ein früher Rückstand im ersten Post-Corona-Match, das live bei Eurosport und Magenta Sport übertragen wurde; und zugleich ein Spiel, bei dem die Zuschauer zu Hause einige Höhepunkte geboten bekamen: Panfils Freistoß fand Sjoeke Nüskens Kopf, von dem per Bogenlampe die Kugel den Weg ins lange Eck fand (10.). Géry Reutelers Schussversuch von der Strafraumkante entschärfte SC-Torfrau Charlotte Voll zur Ecke (13.). Auffallend waren das Sander Konterspiel über die agile Polin Agnieszka Winczo, die Jasmin Sehan das eine über andere Mal gut einzusetzen wusste sowie auf Frankfurter Seite der Versuche in die Tiefe – ob Zentrum oder Außen – sich Möglichkeiten zu erspielen. Dass Corona-bedingt der Ball und zeitweise auch das Training für alle geruht hatte, merkte man lediglich an der einen oder anderen Stelle.

Dunst hatte die nächste Gelegenheit auf dem Fuß, ihr Abschluss war allerdings zu harmlos (18.), Panfils Winkel war zu spitz für ein erfolgsversprechendes Ergebnis (20.) und Nüsken verstolperte im Strafraum (24.). Das Geschehen verlagerte sich nun sichtlich in die Hälfte des Gastes, der Druck der Hessinnen erhöhte sich. Mit zunehmender Spieldauer harmonierte der neu gebildete Defensiv-Verbund um die junge FFC-Kapitänin immer souveräner. Verena Aschauer vergab die bislang größte Chance zur Führung, sie drosch die Kugel im Gedränge übers leere Tor (29.). Nach 37 Minuten vollendete Laura Freigang mit ihrem 13. Saisontreffer einen wunderschönen Spielzug nach erfolgreicher Ballstafette im letzten Drittel – vorbereitet wurde der Treffer der agilen Startelf-Comebackerin Panfil. Dass es zur Pause nicht 2:2 stand verdankte der FFC nach mehreren Unsicherheiten und Fehlern im eigenen Strafraum eher Fortuna (40.). Eine Szene, die die Corona-Pause-bedingten Defizite offenbarte – die allerdings für alle gelten. Freigang – von Dunst per gefühlvollen langen Ball in Szene gesetzt – verpasste das 3:1 kurz vor dem Pausenpfiff (43.), auch die anschließende Ecke schwor noch einmal Gefahr auf. Der FFC hatte das Spiel nach dem anfänglichen Schock nach Rückstand klar beherrscht, gleichwohl Sand in einzelnen Situationen im Ansatz zeigte, insgesamt offensiv aber zu harmlos war.

Die Sanderinnen versuchten gleich nach Wiederanpfiff erneut für einen Überraschungsmoment zu sorgen, doch Heaberlin ließ sich aus großer Distanz nicht überraschen (46.). Die flinke Panfil ließ erneut ihre Klasse aufblitzen, Voll im Sander Kasten musste sich strecken, um ihren Freistoß über die Latte zu lenken (53.) – zwei Minuten später schlenzte sie den Ball an die Latte. Sandrine Maurons Schussversuch aus der zweiten Reihe ging knapp übers SC-Gehäuse (58.), auch Nüsken vergab knapp (63.). Der Gastgeber hatte die Partie weiter im Griff, nur fehlte eine höhere Führung, die Sicherheit gegeben hätte. Erst ein abgefälschter Drehschuss von Dunst verlud die Sander Torfrau (75.). Danach ließen die Frankfurterinnen, die insgesamt den wacheren Eindruckt machten, nichts mehr anbrennen, standen sicher und souverän, nach vorne erarbeitete sich die FFC-Offensivabteilung noch weitere Möglichkeiten – ohne so zwingend zu agieren wie vor dem 3:1. Die letzte Chance vergab die eingewechselte Alex Emmerling.                                                                                                                                                                                             
Zum 18. Spieltag reist der FFC auswärts zum Tabellenführer VfL Wolfsburg, der sein Spiel mittags gegen den 1. FC Köln 4:0 gewonnen hatte. Gespielt wird am Samstag, dem 6. Juni, um 13.00 Uhr im AOK-Stadion der Autostadt, wie alle momentanen Spiele aufgrund der Pandemie vor leeren Zuschauerrängen.

Sven Thoß, Cheftrainer SC Sand: „Wir sind mit dem frühen Tor gut ins Spiel gekommen. Bekommen dann leider per Standard den Ausgleich, vor dem 1:2 ein Missverständnis. In der zweiten Halbzeit war es sehr schwer. Ich zolle meinem Team aber Respekt. Der Sieg war absolut verdient.“

FFC-Cheftrainer Niko Arnautis: „Es war eine ungewohnte Situation die vergangenen Wochen. Wir waren dennoch froh, als es wieder mit dem Training weiterging. Als klar war, dass wir wieder spielen, haben wir uns eingeschworen. Man konnte sehen, dass wir vieles gut und richtig gemacht haben. Auch wenn die eine oder andere zu Beginn etwas skeptisch war, haben die Mädels es hervorragend gemacht. Wir sind glücklich, unserem Sport und Beruf nachgehen zu können. Wir haben eine Mannschaft gesehen, die das Spiel dominiert hat und Spaß hatte. Sie hat Moral nach dem Rückstand bewiesen und immer Gas gegeben, das zeichnet uns aus. Wir waren fitter und besser, hätten mehr Tore erzielen können.“

1. FFC Frankfurt: Heaberlin – Aschauer, Pawollek, Störzel, Hechler – Nüsken (88. Emmerling), Mauron – Dunst (88. Gidion), Reuteler (82. Feiersinger), Panfil (70. Martinez) – Freigang

SC Sand: Voll – Fiebig, Caldwell, Prohaska, Pinther (82. Gavat) – Blagojevic, Brandenburg (68. Schaber), van Bonn, Sehan – Hoppius, Winczo

Tore: 0:1 Blagojevic (5.), 1:1 Nüsken (10.), 2:1 Freigang (37.), 3:1 Dunst (75.)

Schiedsrichterin: Christina Biehl (Siesbach)



Gelbe Karten: /

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#12
Ich hoffe, dass die Frankfurterinnen ihre Leistung unter dem Dach der SGE weiter so erfolgreich abrufen können.
Mit freundlichen Grüßen von Hen-Ritchie Schilder
Der Mensch stolpert NIE über Berge, aber OFT über Maulwurfshügel!
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#13
Die Highligths
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#14
Torfestival mit Wermutstropfen

Der 1. FFC Frankfurt gewinnt verdient 5:1 gegen den MSV Duisburg - Sjoeke Nüsken muss aber verletzt raus.

Zum 19. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga-Saison 2019/20 während des Corona-Sonderspielbetriebes empfing der 1. FFC Frankfurt im heimischen Stadion am Brentanobad den MSV Duisburg. Während der FFC Rang vier in der Tabelle festigen wollte, waren die Zebras aus dem Ruhrgebiet auf Punkte gegen den Abstieg angewiesen. Durch den späten Sieg des 1. FC Köln unter der Woche über den FF USV Jena war der MSV auf Abstiegsrang elf gefallen. Am Ende siegte der FFC souverän – auch wenn vier der sechs Tore beim 5:1-Sieg erst in der Schlussphase fielen (2:0). Dafür muss der FFC womöglich auf Sjoeke Nüsken verletzungsbedingt verzichten.

Für die an den Adduktoren angeschlagene Innenverteidigerin Sophia Kleinherne spielte wie schon beim Heimspiel zuvor gegen den SC Sand Theresa Panfil, Kapitänin Tanja Pawollek rückte um eine Position nach hinten in die Abwehrkette. Wie zu erwarten liefen die Duisburgerinnen aggressiv und hart ihre Gegnerinnen an, versuchten Druck auf die FFC-Defensive auszuüben. Gefährlicher war allerdings der Gastgeber: Doch im MSV-Strafraum wurde zu spät der Abschluss gesucht, Duisburg konnte alle Versuche von Nüsken und Barbara Dunst abblocken (5.). Die Österreicherin mit der Nummer 28 auf dem Rücken spielte in der vergangenen Saison noch beim MSV und war erst im Sommer an den Main gewechselt. Die Führung war nur eine Frage der Zeit: Nüsken verwandelte per Kopf eine Ecke von Verena Aschauer zur Führung (13.) – das bereits vierte Tor der U-Nationalspielerin in diesem Kalenderjahr. Die Spielkontrolle oblag klar den Hessinnen, die Spieltempo und -Richtung bestimmten. Verstärkt wurde das durch eine Rote Karte nach Notbremse für die abstiegsbedrohten Zebras: Verteidigerin Claire O’Riordan zog Géry Reuteler am Trikot, die Schweizerin wäre frei durchgewesen, sodass Schiedsrichterin Melissa Joos in der 19. Minute keine andere Wahl hatte, als die MSV-Spielerin des Feldes zu verweisen.

Aber es hätte trotz der Überzahl durchaus der Ausgleich fallen können: Einen Konter der Duisburgerinnen, bei dem Antonia-Johanna Halverkamps von einem abgeprallten Ball profitierte, parierte Bre Heaberlin im FFC-Kasten stark (22.). Ärgerlich wäre ein Gegentreffer aus FFC-Sicht allemal gewesen, weil die Frankfurterinnen lediglich verpassten, klarer Chancen zu kreieren. Im letzten Drittel wurden einige Ballstafetten zu kompliziert gespielt. Nach einen harten Einsteigen von Geldona Morina gegen Nüskens Knöchel verwandelte Pawollek den Freistoß direkt (33.). Die Torschützin zum 1:0 musste anschließend verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für sie kam Yvonne Weilharter zum Einsatz. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit, passierte nicht viel, es blieb bei der 2:0-Führung.

Auch nach Wiederanpfiff blieben die Zebras durch Konter gefährlich: Nach FFC-Ecke tauchte Nina Lange alleine vor Heaberlin auf, verdribbelte sich allerdings im entscheidenden Moment (51.) – im Gegenzug hatte Laura Freigang das 3:0 auf dem Fuß (52.). Sie ließ wenige Augenblicke später geschickt durch, aber Pawollek konnte die Kugel aus Rücklage nur über den Querbalken legen (54.). Die FFC-Chancen häuften sich nun beinahe im Minutentakt, auch Panfil hätte erhöhen können (55.). Der deutsche Rekordmeister kam nun oft über die Außen und wurde im Rückraum des MSV-Sechzehners sträflich ungedeckt gelassen. Dunstschloss einen Freistoß aus zentraler Position schlitzohrig ab, der Ball senkte sich noch kurz vor dem Tor (60.), Mitspielerin Panfil wurde kurz darauf geblockt (64.). Eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, dachten sich sicherlich viele TV-Zuschauer bei Eurosport oder Magenta Sport, bis die Frankfurterinnen die Führung ausbauen sollten: Bei Dunst war die Latte im Weg (69.), Hearberlin rettete im Gegenzug, bevor Aschauers Flanke knapp an Mitspielerinnen und Tor vorbeisegelte (71.).

Die Partie war nun aber zerfahrener, gleichwohl die Entscheidung dank der 2:0-Führung sowie der spielerischen Überlegenheit des FFC in Überzahl eigentlich schon gefallen schien. Für mehr reichte es in den ersten 75 Minuten nicht, weiterhin zu kompliziert agierten die Frankfurterinnen – auch Reuteler ließ sich den Ball nach einem guten Schnittstellenpass noch vom Fuß spitzeln (77.), Martinez verfehlte das Ziel ebenfalls (81.). In der Defensive hatte der 1. FFC Frankfurt es vermehrt seiner US-Keeperin Heaberlin zu verdanken, kein Gegentor zu erhalten, so auch nach dem Freistoß von Morina, den Heaberlin über die Latte lenkte (83.). Die eingewechselte Laura Feiersinger probierte sich aus der Distanz, aber MSV-Torfrau Meike Kämper lenkte die Kugel noch um den Pfosten (84.). Aber zu einem Torfestival sollte die Partie noch werden: Den Deckel auf die Begegnung machte Nationalstürmerin Laura Freigang, eingesetzt von Aschauer konnte die FFC-Torjägerin problemlos einschieben (84.). Alina Angerer sorgte mit dem 1:3 (86.) lediglich für Ergebniskosmetik – denn lange dauerte es nicht, bis Martinez zum 4:1 abschloss. Chancen gab es auch anschließend noch, Freigang verpasste es aber vorerst, das Ergebnis noch auszubauen (89.), eine Minute später erzielte sie eiskalt ihren 16. Saisontreffer – auch ein 6:1 lag der Torjägerin in der turbulenten Nachspielzeit noch auf dem Fuß. Das 5:1 ging auch in der Höhe so in Ordnung – nur die Verletzung von Nüsken war ein Wermutstropfen, der den dreifachen Punktgewinn trübte.

Für den weiterhin viertplatzierten 1. FFC Frankfurt – jetzt mit 33 Zählern – geht es wie für alle Teams in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga mit einer englischen Woche weiter: Am Mittwoch, dem 17. Juni, spielt der deutsche Rekordmeister auswärts um 18.00 Uhr bei der SGS Essen.

FFC-Cheftrainer Niko Arnautis: „Das war das erwartete Spiel, Duisburg hat uns spielen lassen und war auf Konter aus. Es ist ja klar, dass der MSV in seiner Situation nicht herkommt und Hurra-Fußball spielt. Aber man darf nicht vergessen, dass sie zuletzt gut gepunktet haben, unter anderem gegen Bayern. Wir waren gewarnt, hatten aber von Beginn an die Kontrolle und mit zwei tollen Standards zwei Tore gemacht. Dann kam die Rote Karte, die berechtigt war. Danach haben wir zu kompliziert gespielt, wollten einige Situation zu ungeduldig lösen. Das haben wir in der Pause angesprochen. Nach Wiederanpfiff haben bei Duisburg die Kräfte nachgelassen, die Räume wurden größer. Wir hatten sehr viele Torchancen, aber das 3:0 ist uns erst später gelungen, nachdem ein wenig Pech mit dem Latten-Treffer von Barbara Dunst dabei war. Aber uns darf es nicht passieren, gleich das 1:3 kassieren. Das Gegentor ärgert uns. Aber die Reaktion mit dem 4 und 5:1 war gut. Ich hoffe natürlich, dass Sjoekes Verletzung nicht dramatisch ist, das wäre eine Hiobsbotschaft.“

1. FFC Frankfurt: Heaberlin – Aschauer, Störzel (80. Gidion), Pawollek, Hechler – Nüsken (35. Weilharter), Mauron – Dunst (80. Feiersinger), Reuteler, Panfil (68. Martinez) – Freigang

MSV Duisburg: Kämper – O’Riordan, Moore (90. Hilbrands), Debitzki, Himmighofen (73. Fürst) – Lange, Morina, Günster, Zielinski, Radtke (61. Maksuti) – Halverkamps (61. Angerer)

Tore: 1:0 Nüsken (13.), 2:0 Pawollek (33.), 3:0 Freigang (84.), 3:1 Angerer (86.), 4:1 Martinez (88.), 5:1 Freigang (90.)

Schiedsrichterin: Melissa Joos (Leinfelden-Echterdingen)

Rote Karte: O’Riordan (18.)

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#15
Das letzte Spiel als 1. FFC Frankfurt
Gut gespielt - sich aber nicht belohnt: Der 1. FFC Frankfurt verliert sein letztes Heimspiel 0:2

Zum allerletzten Mal unter seinem Namen spielte der 1. FFC Frankfurt – und das dominant, die Spielerinnen waren sich dieser historischen Bedeutung zum Saison-Abschluss der Saison 2019/20 in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga zu Hause gegen den SC Freiburg bewusst. Ab Juli geht es für den FFC bekanntermaßen unter das Dach von Eintracht Frankfurt. Ein Sieg aber sollte es nicht sein: Trotz klarer Spielvorteile und vielen Torchancen endete diese historische Partie aus FFC-Sicht mit einer 0:2 (0:1)-Niederlage. Am vorletzten Spieltag in der Vorwoche war der 1. FFC Frankfurt bei der TSG 1899 Hoffenheim zu Gast gewesen und verlor im Dietmar-Hopp-Stadion 0:4 (0:2), zuvor 1:2 bei der SGS Essen. Drei Niederlagen zum Abschluss, bei der die letzte keineswegs verdient war, wie auch Gäste-Trainer Daniel Kraus zugab.

Die Verabschiedung der Spielerinnen, die sich zur kommenden Saison neuen Herausforderungen stellen – Alexandra Emmerling, Margarita Gidion (SV Werder Bremen), Selina Ostermeier (SGS Essen) und Yvonne Weilharter – erfolgte nicht wie gewohnt vor Anpfiff, sondern im kleinen internen Rahmen, was aufgrund der Hygiene-Bedingungen nicht anders möglich war. Gegen die Freiburgerinnen in die Innenverteidigung zurück aufs Feld kehrte die in der Vorwoche angeschlagene Laura Störzel, auf der Tribüne des Stadions in Frankfurt-Rödelheim saß geballte Prominenz. Zu den Ehrengästen innerhalb der FFC-Delegation gehörten von Seiten des zukünftigen Vereins Eintracht Frankfurt Vorstandsmitglied Axel Hellmann sowie Präsident Peter Fischer, die ehemaligen FFC-Spielerinnen Kerstin Garefrekes, Kim Kulig, Nia Künzer, und Marleen Wissink sowie Mitbegründerin und langjährige Trainerin Monika Staab, der komplette FFC-Vorstand,  der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der Commerzbank, Klaus-Peter Müller, VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott und Stadtrat Markus Frank.

Auf dem Feld dominierten die Gastgeberinnen von Anpfiff an: Die erste Chance hatte Laura Freigang, die im Anschluss an einem Eckball die Kugel über das Tor ballerte (5.). Auf der anderen Seite verhinderte die vielbeinige FFC-Defensive einige Abschlüsse – nur SC-Nationalstürmerin Hasret Kayikcis Ball ging knapp neben den Pfosten (25.). Ihren Freistoß konnte von FFC-Keeperin Bre Heaberlin zwar abwehren, jedoch anscheinend erst hinter der Linie: Auf jeden Fall eine knappe Entscheidung zugunsten der SC-Führung (29.). Der Rückstand spiegelte zu diesem Zeitpunkt keineswegs den Verlauf wider. Mehr Balleroberungen, mehr Offensivaktionen auf FFC-Seite, aber eben auch nur wenige klare Torchancen. Viele Annäherungsversuche endeten in zu schlecht platzierten Kopfbällen in Anschluss nach Standardsituationen oder zu ungenauen Zuspielen im letzten Drittel. Die Gastgeberinnen waren aber klar gewillt, mit einem eigenen Sieg sich die Chance auf Rang vier zu bewahren, für den die SGS Essen und Turbine Potsdam ihre Begegnungen parallel nicht gewinnen durften.

Gleich nach Wiederanpfiff gab es die größte Chance auf den Ausgleich, aber Géraldine Reuteler verpasste eine Hereingabe knapp (46.). Barbara Dunst legte nach, doch Merle Frohms im Kasten der Freiburgerinnen klärte zur Ecke (49.), Sophia Kleinherne verzog (50.). Die Frankfurterinnen belagerten den Gegner nun, drängten diesen immer tiefer zurück, sodass es teilweise fast einem Handballspiel glich, doch der Ausgleich blieb vorerst aus. Kapitänin Tanja Pawollek probierte es aus der Distanz (60.), die frisch eingewechselte Shekiera Martinez entschloss sich kurz darauf, noch einmal querzulegen, anstatt selbst abzuschließen und die Schweizerin Reuteler wurde von Frohms aufgehalten (63.). Keine Frage: Der FFC wollte seine Historie definitiv nicht mit einer Niederlage beenden und tat alles, um die Partie zu seinen Gunsten zu drehen. Mutiger, frischer und technisch stärker präsentierten sich die Hessinnen. Die Begegnung spielte sich fast ausschließlich um den SC-Strafraum ab, selten gelang es dem Gast, sich zu befreien. Martinez scheiterte erneut an SC-Torfrau Frohms (74.), Torjägerin Freigang verpasste per Kopf nur äußerst knapp das Tor und hob die Kugel nicht hoch genug (76. und 84.) und auch die eingewechselte Theresa Panfil verfehlte das Ziel nur knapp (77.). Längst wäre eine FFC-Führung hochverdient. Doch mit einem Konter besiegelte Sandra Starke den vollkommen überraschenden und nicht dem Spielverlauf entsprechenden Freiburger 2:0-Sieg (87.). Positiv: Madeleine Steck und Chiara Hahn feierten für den FFC noch ihre Debüt in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga. So ging die ruhmreiche FFC-Geschichte mit einer Niederlage zu Ende, was definitiv nicht an der klasse Leistung der Spielerinnen auf dem Rasen lag. Die letzte Saison unter FFC-Flagge beendete der deutsche Rekordmeister mit seinen 20 Titeln in 22 Jahren als Tabellensechster, bevor es in der kommenden Saison mit dem Adler auf der Brust als Eintracht Frankfurt weitergeht.

FFC-Cheftrainer Niko Arnautis: „Eine unglückliche Niederlage, wir waren die deutlich bessere Mannschaft und sind gut in die Partie gekommen, haben sehr druckvoll gespielt. Wir haben uns festgespielt, es war teilweise wie im Handball nach der Pause. Auch wenn es manchmal etwas hektisch wurde, hat man dem Team immer angemerkt, einen positiven Abschluss zu wollen, geraten aber nach dem komischen Freistoß in Rückstand und bekommen zum Schluss das Gegentor zum 0:2; man muss sagen: Wir haben uns heute nicht belohnt. Ich muss aber meiner Mannschaft ein Kompliment machen: Uns war bewusst, bei dieser Historie, was es für ein besonderes Spiel ist. Es waren herausragende Jahre, Pionierjahre im deutschen, aber auch europäischen Fußball.“

1. FFC Frankfurt: Heaberlin – Aschauer, Störzel (89. Steck), Kleinherne, Hechler (89. Hahn) – Pawollek, Mauron (61. Martinez) – Dunst (69. Panfil), Reuteler, Feiersinger – Freigang

SC Freiburg: Frohms – Karl, Hegenauer (83. Vojtekova), Kirchberger, Stegemann – Knaak, Minge, Megroz (73. Wittje), Starke – Hayikci (83. Schiewe), Sanders (59. Müller)

Tore: 0:1 Kayikci (29.), 0:2 Starke (87.)

Schiedsrichterin: Ines Appelmann (Alzey)

Gelbe Karten: – / Hegenauer

Spielbericht
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#16
Was hat Kraus mit den Mädls in der Coronapause gemacht ? Seit dem Neustart der Liga sind sie nicht wieder zu erkennen.

Vier Siege und zwei Niederlagen aus sechs Spielen,davon eine mehr als respektable Defenivleistung gegen Wolfsburg ohne dabei auseinander zufallen,gute Moral nach Rückstand gegen Potsdam und zum Abschluß der Saison einen zwar glücklichen,aber nicht unverdienten Sieg gegen den 1.FFC Frankfurt.

Bezeichnend für die Moral der Truppe die Szene von Sandra Starke zum 2:0 aus Freiburger Sicht,als sie den Ball fast schon verloren hatte und ihn während des Fallens noch irgendwie ins Tor spitzelte.
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#17
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