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FBL kompakt > Saison 26/27 - KLAUS - 07.06.2026

03.06.2026 - 18:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Wie die Bundesliga um ihre besten Fußballerinnen kämpft
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©IMAGO
Immer mehr deutsche Nationalspielerinnen zieht es ins Ausland. Die Bundesliga setzt auf einen Strukturwandel, um den Trend zu stoppen.

Gut ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Brasilien gibt es im deutschen Fußball zwei Erzählungen. Da ist die schöne Geschichte vom Nationalteam, das unter Bundestrainer Christian Wück wieder gefestigt wirkt, Spielideen hat und 2027 einer der Titelfavoriten sein könnte. Und da ist die andere Erzählung, dass die internationale Nachfrage nach deutschen Spielerinnen deshalb gestiegen ist und die Bundesliga mitten im eigenen Strukturwandel mehr denn je um ihre Stars kämpfen muss - und damit um ihre Attraktivität.


Wück sieht «das Ganze mit einem lachenden und weinenden Auge». Für die individuelle Entwicklung seiner Nationalspielerinnen seien Stationen im Ausland «definitiv förderlich». Andererseits gelte: «Der Standort Deutschland sollte in der Lage sein, seine besten Spielerinnen in der Liga zu halten.»

Aus dem aktuellen DFB-Aufgebot für die Spiele in der WM-Qualifikation gegen Norwegen am Freitag (20.35 Uhr/ARD) in Köln und am darauffolgenden Dienstag in Slowenien verdienen neun DFB-Kickerinnen ihr Geld im Ausland - weitere könnten zeitnah folgen. Hoffenheims Selina Cerci wechselt sicher, und das sehr wahrscheinlich zum FC Arsenal. Frankfurts Nicole Anyomi wird mit Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht, Vereinskollegin Elisa Senß mit Real Madrid. Bereits fix ist der Abgang der Wolfsburgerin Vivien Endemann zum FC Liverpool.

England calling: Women's Super League ist angesagt

Vor allem die englische Women's Super League lockt mit höheren Gehältern. Dort investieren die großen Männervereine massiv in ihre Frauenabteilungen. Ex-Bayern-Stürmerin Lea Schüller, seit einem halben Jahr bei Manchester United, schwärmte nach ihren ersten Wochen: «Mehr Athletiktrainer, mehr Physios, eine Ernährungsberaterin, die wirklich jeden Tag da ist.» Dazu «drei verschiedene Trainingsplätze nur für die Frauen».

Es gibt Gründe, warum die Bundesliga seit 2015 auf einen Titel im Europapokal wartet. Der Frauenfußball habe sich «Gott sei Dank nicht nur in Deutschland entwickelt, sondern auch europaweit», sagte DFB-Vizepräsidentin Heike Ullrich. «Es gibt eine viel, viel größere Konkurrenz.» Für die Spielerinnen eröffne sich dadurch ein «größerer Markt der Möglichkeiten». Die Entwicklung gleiche zunehmend den Mechanismen des Männerfußballs.

Bundesliga löst sich vom DFB

Wie die Bundesliga in diesem veränderten Umfeld bestehen will, ist seit Sonntag bekannt - ohne den DFB nämlich. Die Dachorganisation, die künftig noch stärker die Breite bedienen will, hat sich mit dem seit Dezember bestehenden Ligaverband FBL auf einen Grundlagenvertrag geeinigt, der in einem weiteren Schritt die Ausgliederung der höchsten Spielklasse vorsieht.

Nach einem Weg voller Wendungen, der auf beiden Seiten viel Frust erzeugte, steht fest: Ab dem 1. Juli 2027 soll die Liga offiziell unter FBL-Flagge laufen. Angelehnt ist das Modell an jenes der Männer-Bundesliga, die seit über 20 Jahren von der Deutschen Fußball Liga (DFL) organisiert und vermarktet wird.

FBL-Präsidentin Kiel: «Historischer Schritt»

Zwar sollte ursprünglich mal alles früher kommen und unter DFB-Beteiligung, nun klingen beide Seiten aber versöhnlich. Ein «historischer Schritt für den professionellen Frauenfußball», nannte FBL-Präsidentin Katharina Kiel die Einigung. Von einem «tragfähigen Kompromiss» sprach DFB-Präsident Bernd Neuendorf.

Die Ausgliederung soll für kräftiges Wachstum in der Liga sorgen. Spätestens im Herbst, wenn die FBL auf einen lukrativen TV-Deal hofft, dürfte klarer werden, ob der Plan aufgeht. Seit der Saison 2023/2024 fließen jährlich 5,17 Millionen Euro an TV-Einnahmen. Als der DFB die Summe 2022 verkündete, galt der Vertrag als Quantensprung. Angesichts der Investitionen in England, Spanien oder Frankreich wirkt das inzwischen eher bescheiden.

Quelle 


RE: FBL kompakt > Saison 26/27 - KLAUS - 12.07.2026

Teil des DFB-Deals
Adidas abgelöst: Nike wird Ballpartner der Frauen-Bundesliga
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01.07.26 - 17:09

Der offizielle Spielball der Frauen-Bundesliga kommt künftig von Nike. Die Partnerschaft ist Teil eines Deals mit dem DFB, der für Diskussionen sorgte. 

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"Nike Control": Mit diesem Ball wird in der kommenden Saison der Frauen-Bundesliga gespielt Nike 

"Nike Control" heißt der neue offizielle Spielplan der Frauen-Bundesliga. Das gaben das Unternehmen und der DFB am Mittwoch bekannt. Damit stellt Nike erstmals den Ball für die höchste deutsche Spielklasse, nachdem zuletzt noch Adidas der offizielle Ballpartner der Liga war. Mit dem "Nike Control" wird auch in der 2. Frauen-Bundesliga und im Supercup gespielt. Die Partnerschaft ist auf acht Jahre ausgelegt.

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RE: FBL kompakt > Saison 26/27 - KLAUS - 29.07.2026

28.07.2026 - 12:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Bundesliga erwägt für neuen TV-Vertrag sogar Playoffs
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©IMAGO
Kurze Laufzeit, Abschaffung des Montags-Spieltags und Konferenz-Schaltungen: Der neue Ligaverband denkt bei der Rechte-Vermarktung über ungewöhnliche Details nach.

Die Frauen-Bundesliga (FBL) steht vor ihrer ersten großen Herausforderung seit dem Abschied vom Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der erst im Dezember gegründete Ligaverband muss eigenständig neue TV-Verträge aushandeln. Dabei geht die FBL ungewöhnliche Wege, hat neue Ideen entwickelt und erwägt sogar die Einführung von Playoffs.

Spätestens seit dem Grundlagenvertrag Ende Mai ist die FBL bei vielen Dingen eigenverantwortlich. Der Ligaverband muss und will nun die Medienrechte ab 2027/28 selbst ausschreiben, was bisher der DFB mit dem Vermarktungsexperten Holger Blask tat. Da der zuletzt erhoffte Bundesliga-Boom ausgeblieben und das Interesse an der Liga im Vergleich zum Nationalteam gering ist, steht die FBL vor einem schwierigen Unterfangen.


Ungewöhnlich kurz Laufzeit geplant

FBL-Präsidentin Katharina Kiel hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zuletzt Sendern und Medienunternahmen verschiedene Ideen präsentiert. Unterstützt wurde sie dabei vom Rechte-Experten Christian Frodl, der früher bei der DFL und beim Pay-TV-Sender Sky tätig war. Zudem gab es eine Sitzung mit den Vereinen, bei welcher der ehemalige DFL-Boss Christian Seifert seine Expertise einbrachte.

Als sicher gilt, dass die neuen TV-Verträge nur über zwei Jahren laufen sollen. Das ist ungewöhnlich, da derzeit mindestens drei Jahre üblich sind. Und TV-Unternehmen und TV-Sender bevorzugen wegen der Planungssicherheit längere Kontrakte.

Abschaffung des Montags-Spieltages?

Nach derzeitiger Planung gibt es zwei mögliche Modelle, die als klassisch und innovativ bezeichnet werden können. Zur Diskussion stehen unter anderem die Abschaffung des Montags-Spieltages, mehrere parallele Partien für eine Konferenzschaltung oder Playoffs, wie sie im Basketball oder im Eishockey üblich sind. Außerdem gibt es die Idee einer gemeinsamen Vermarktung mit der Männer-Bundesliga ab 2029/30.

«Wir stellen das Medienprodukt der Frauen-Bundesliga für die Zeit ab 2027/28 neu auf und beziehen dabei frühzeitig die Perspektive von Sendern und Plattformen ein», sagte eine FBL-Sprecherin auf dpa-Anfrage. «Die konkreten Inhalte der Ausschreibung geben wir Anfang September bekannt.» Ursprünglich wollte der DFB die Ausschreibung schon im Frühjahr starten. Wegen des Streits mit den Frauen-Bundesligisten stoppte Blask das Verfahren.

Druck durch die englische Women's Super League

Bei den noch eine Saison laufenden TV-Verträgen hatten sich die Lizenzeinnahmen im Vergleich zur vorherigen Rechteperiode um das 16-fache erhöht. Die jährliche Einnahme liegt derzeit bei 5,17 Millionen Euro brutto. Der DFB schüttet 90 Prozent an die Vereine aus. Anders als bei den Männern erhält jeder Club den gleichen Anteil.

Im Vordergrund soll nun für die FBL nicht mehr Geld stehen, sondern zunächst die Erhöhung der Reichweite und der Sichtbarkeit im Free-TV. Gleichwohl steht sie auch finanziell unter Druck. Die englische Women's Super League (WSL) kassiert nach Angaben des Portals «The Athletic» bei den TV-Einnahmen mehr als Dreifache und lockt die starken Bundesliga-Spielerinnen.

Diskrepanz zwischen Bundesliga und Nationalteam

Die TV-Zahlen der Vorsaison sind trotz leichter Zuwächse eher bescheiden. VfL Wolfsburg gegen FC Bayern sahen als Topwert 1,684 Millionen Menschen in der ARD, andere Partien im Ersten und Zweiten kamen mit Mühe auf eine halbe Million. Der TV-Sender Sport1 erreichte nach eigene Angaben mit seinen 22 Übertragungen eine durchschnittliche Reichweite von 147.000 Menschen. Die Pay-TV-Anbieter DAZN und Telekom, die alle 132 Partien zeigen, machten keine Angaben.

Was sind die TV-Rechte im Frauenfußball also wert? «Bei der Bewertung der Medienrechte muss deutlich zwischen der Frauen-Nationalmannschaft und der Frauen-Bundesliga unterschieden werden», sagte der Sportbusiness-Experte Marco Klewenhagen vom Portal «Spobis».

Vom Massenpublikum und den hohen Einschaltquoten des Nationalteams sei der Liga-Alltag «sehr weit entfernt und muss sich diese Aufmerksamkeit noch erarbeiten». Die Nationalmannschaft lockt verlässlich mehrere Millionen vor den Bildschirm. Bei EM und WM steigt die Reichweite über die Zehn-Millionen-Grenze. Klewenhagen hält Frauenfußball grundsätzlich «für einen der größten Wachstumsmärkte im Sport - auch, weil er auf relativ niedrigem Ausgangsniveau startet».

Durchbruch bei der Heim-WM 2011

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sieht bei der Liga ebenfalls Potenzial, sagte aber: «Man braucht einen langen Atem, um das zu entwickeln.» In der Bundesliga setze «jetzt erst so richtig die Professionalisierung ein». Mit den finanzstärkeren Vereinen aus der Männer-Bundesliga mit ihren Frauenmannschaften habe sich die Entwicklung positiv verändert.

Bei der DFB-Auswahl habe es auch lange gedauert, sagte Balkausky. Der Durchbruch war für ihn die Heim-WM 2011, als erstmals alle Spiele live übertragen wurden. Beim Ausscheiden der deutschen Mannschaft gegen Japan schauten fast 17 Millionen Menschen im Fernsehen zu.

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Quelle 


RE: FBL kompakt > Saison 26/27 - KLAUS - 16.08.2026

Bühl trifft doppelt
Wolfsburg-Keeperin Johannes patzt: Bayern-Frauen gewinnen den Supercup
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15.08.26 - 21:27

Die Frauen des FC Bayern haben zum dritten Mal in Folge den Supercup gewonnen. Der amtierende Meister und Pokalsieger verwies den Vize der Vorsaison aus Wolfsburg mit 3:0 in die Schranken - profitierte dabei aber auch von einem dicken Patzer von VfL-Schlussfrau Johannes. 

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Erster Titel der Saison: Die Bayern-Frauen jubeln mit dem Supercup. IMAGO/Eibner 

Bayern-Trainer José Barcala musste erwartungsgemäß auf Gwinn, Oberdorf, Kett, Zadrazil, Gilles und Imade verzichten. Dafür erhielten unter anderem Caruso und Damnjanovic für das Supercup-Duell eine Chance von Beginn an.

Spielbericht mit Highligths