![]() |
|
Frauen-Bundesliga FBL e.V. - Druckversion +- Sportquatschforum (https://sportquatschforum.de) +-- Forum: Frauen- und Mädchenfußball national > Ligen > Pokal > DFB Teams (https://sportquatschforum.de/forumdisplay.php?fid=671) +--- Forum: Nationalmannschaften der Frauen und Mädchen > DFB > FBL e.V. (https://sportquatschforum.de/forumdisplay.php?fid=440) +---- Forum: Frauen-Bundesliga FBL e.V. (https://sportquatschforum.de/forumdisplay.php?fid=1173) +---- Thema: Frauen-Bundesliga FBL e.V. (/showthread.php?tid=17357) |
Frauen-Bundesliga FBL e.V. - KLAUS - 04.12.2025 Am kommenden Mittwoch Großer Knall: Frauen-Bundesligisten gründen Ligaverband ohne DFB - Verband reagiert "verwundert" Kommentare Die 14 Frauen-Bundesligisten gründen ihren Ligaverband am kommenden Mittwoch anders als geplant ohne den DFB. Von dem nämlich zeigen sich die Bosse der Klubs unisono massiv enttäuscht. ![]() Zwischen Klubvertretern wie Fernando Carro (Bayer 04 Leverkusen, li.) und dem DFB (hier Präsident Bernd Neuendorf, re.) herrscht ein Dissens. IMAGO/Sven Simon In den unauffällig aufgemachten Pressemitteilungen, die die Frauen-Bundesligisten am frühen Donnerstagnachmittag verschickten, steckte jede Menge Zündstoff: Der Frauen-Bundesliga FBL e.V wird am 10. Dezember in der Frankfurter Arena offiziell gegründet, aber zunächst ohne Mitwirkung des DFB. weiterlesen Gemeinsame Pressemitteilung der Frauenbundesligisten, entnommen SV Werder Bremen: Erstligaklubs gründen Frauen-Bundesliga FBL e.V. GRÜNDUNGSAKT AM 10. DEZEMBER IN FRANKFURT 04.12.25 | 2 Min Ein Ball liegt auf einer Ballstehle. Im Hintergrund ist die Tribüne auf Platz 11. Die 14 Erstligaklubs des deutschen Frauenfußballs gründen am 10. Dezember 2025 den Frauen-Bundesliga FBL e.V. Mit der Gründung des Frauen-Bundesliga FBL e.V. werden die 14 Klubs der Google Pixel Frauen-Bundesliga gemeinsam ein neues Kapitel in der Geschichte des deutschen Frauenfußballs aufschlagen. weiterlesen RE: Frauen-Bundesliga FBL e.V. - KLAUS - 09.12.2025 05.12.2025 - 11:20 Uhr | News | Quelle: dpa Streit mit DFB: «Irreparabler Vertrauensverlust»? ![]() Nach dem großen Knall im Frauenfußball steckt der DFB in der Bredouille. Spitzenfunktionär Axel Hellmann sieht keine wirtschaftliche Abhängigkeit der Bundesliga vom DFB. Im Streit zwischen der Frauen-Bundesliga und dem DFB hat Eintracht Frankfurts Boss Axel Hellmann vor weitreichenden Folgen gewarnt. «Wir müssen aufpassen, dass so ein Vorgehen nicht zu einem irreparablen Vertrauensverlust führt», sagte der 54-Jährige in einem Interview der Frankfurter Rundschau in Richtung des Dachverbandes. Dass aus Sicht der Vereine getroffene Absprachen «seitens des DFB in der Umsetzung in den Vertragsmaterialien nicht eingehalten werden», sei zunächst mal enttäuschend. «Weil es natürlich auch die Frage aufwirft, ob das die richtige Basis für eine lange und gute Partnerschaft sein kann», erklärte Hellmann. Gründungstermin ohne den DFB Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass die 14 Bundesliga-Klubs öffentlich mit dem Deutschen Fußball-Bund gebrochen haben und den Liga-Verband nun auf eigene Faust statt gemeinsam mit dem DFB gründen. Die Gründungsveranstaltung behält zwar mit dem 10. Dezember ihr Ursprungsdatum, soll nach Angaben der Klubs aber nicht mehr auf dem DFB-Campus in Frankfurt stattfinden - sondern 1,5 Kilometer weiter in einer Loge der EM-Fußballarena mit der Eintracht als Gastgeber. «Am Ende entscheiden wir Klubs» «Es bedeutet, dass die Klubs sich nun wieder mit dem eigenen Weg ohne den DFB befassen müssen. Damit ist die Tür für den DFB natürlich nicht zu», sagte Hellmann, der auch im Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) sitzt. Der Verband werde aber «anders an die Zusammenarbeit herangehen müssen. Am Ende entscheiden wir Clubs, welchen Weg wir einschlagen.» Hellmann und Jan-Christian Dreesen als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern hatten den DFB bereits in den Klubmitteilungen harsch kritisiert. Der Verband wollte die nächsten acht Jahre 100 Millionen Euro in die Frauen-Bundesliga investieren. «Summe zwischen 300 und 700 Millionen» «Wir haben im Zuge des Prozesses die Klubs abgefragt, welche Investitionen seriös in den nächsten acht Jahren vorgesehen sind. Und da kommt eine erstaunliche Summe zwischen 300 und 700 Millionen Euro zusammen», sagte Hellmann in dem Interview. «Ich persönlich glaube, dass der Betrag am Ende noch viel höher sein wird. Der professionelle Frauenfußball hängt also wirtschaftlich nicht vom DFB ab.» Der DFB schrieb in einer Stellungnahme, «die Äußerungen aus der Frauen-Bundesliga mit Verwunderung zur Kenntnis genommen» zu haben. «Die Gründung des Ligaverbandes von den 14 Klubs ist eine Voraussetzung für das geplante Joint Venture. Eine Beteiligung des DFB am Ligaverband war nie geplant», schrieb der DFB weiter. Während die Männer-Bundesliga längst unter dem Dach der DFL organisiert ist, sind die Frauen bisher weiter dem DFB zugeordnet. Quelle 09.12.2025 - 11:00 Uhr | News | Quelle: dpa Streit um Macht und Geld: 14 Clubs gegen den DFB ![]() Viele Millionen und ein Machtpoker: Warum Vereine den DFB frontal angreifen - und was die Gründung ihres eigenen Ligaverbandes an diesem Mittwoch für die Frauen-Bundesliga bedeutet. Der Ton ist rau im Zwist um die Zukunft des deutschen Frauenfußballs zwischen Clubs und DFB. Eintracht Frankfurts Boss Axel Hellmann warnt vor einem «irreparablen Vertrauensverlust», HSV-Vorstand Eric Huwer droht: «Wenn der nächste Schritt von Teilen des Verbands nicht erwünscht ist, dann gehen wir ihn selbst.» Vor dem ersten Professionalisierungs-Schritt, der Gründung des Ligaverbandes an diesem Mittwoch, beantwortet die Deutsche Presse-Agentur wichtige Fragen zu dem Streitthema. Warum haben die Clubs den DFB am 4. Dezember massiv attackiert? Just als die Verbandsbosse um DFB-Präsident Bernd Neuendorf im Flieger zur Auslosung der Männer-WM nach Washington saßen, gingen die Frauen-Bundesligisten mit abgestimmten Pressemitteilungen in die Offensive. Der schwerste Vorwurf: Der Deutsche Fußball-Bund habe mit bereits getroffenen Absprachen gebrochen. Dies sei sehr enttäuschend, «weil es natürlich auch die Frage aufwirft, ob das die richtige Basis für eine lange und gute Partnerschaft sein kann», sagte Hellmann, einer der Chef-Verhandler der 14 Clubs, in einem Interview der «Frankfurter Rundschau». DFB-Generalsekretär Holger Blask widersprach: «Unterschriftsreife Verträge haben bislang nicht vorgelegen. Die Verhandlungsführer der Clubs hatten dem DFB weitreichende Ergänzungen und Änderungswünsche übermittelt, auf die der DFB verhandlungsüblich reagiert hat.» Beim Verband fühlt man sich ob des medialen Rundumschlags von Hellmann und Co. brüskiert - und vermutet dahinter nur einen Zweck: den Druck auf den DFB maximal zu erhöhen. Was passiert nun am Mittwoch? In einer Stadion-Loge von Eintracht Frankfurt gründen die 14 Clubs am Mittwoch (16.00 Uhr) die Frauen-Bundesliga FBL e.V., also ihren eigenen Ligaverband. Bisher waren sie unter dem Dach des DFB angesiedelt. Mutmaßlich unter Federführung der Frankfurter Frauenfußball-Direktorin Katharina Kiel (33), die zur FBL-Präsidentin gewählt werden dürfte, soll der neue Ligaverband «eine moderne, professionelle und nachhaltige Entwicklung der Frauen-Bundesliga» gewährleisten, wie es heißt. Warum ist der DFB bei der Gründung des Ligaverbandes nicht dabei? Dass der Ligaverband «ohne Mitwirkung des DFB» gegründet wird, wie die Clubs mitteilten, hat ausschließlich symbolischen Charakter. Eine inhaltliche Beteiligung des DFB war nie geplant. Die Äußerungen aus der Bundesliga nahm der DFB daher «mit Verwunderung zur Kenntnis». Allerdings war ursprünglich vorgesehen, dass die Ligaverbands-Gründung am DFB-Campus erfolgt - was ebenfalls ein symbolischer Akt gewesen wäre. Motto: Seht her, Clubs und Verband gehen Hand in Hand in dieselbe Richtung. Diese vermeintliche Einheit ist unter großem Tamtam gebrochen. Wo liegt der Unterschied zwischen Ligaverband und Joint Venture? Während der Ligaverband allein Sache der 14 Bundesligisten ist, kommt bei dem weiter angedachten Joint Venture der DFB ins Spiel - und damit der Zank um Geld und Macht. An dem Gemeinschafts-Unternehmen würden der DFB und der neu gegründete Ligaverband (FBL e.V.) je 50 Prozent halten. Knapp über 100 Millionen Euro sagte der DFB für die nächsten acht Jahre zu - und steht weiter zu dieser Summe. Was sagen die Clubs zur DFB-Summe? Die Clubs argumentieren mit höheren Ausgaben als der DFB. Für zukunftsfähige Infrastruktur, Nachwuchsleistungszentren oder angehobene Spielerinnen-Gehälter würden über acht Jahre mehrere hundert Millionen Euro fällig. Diesen Investitionsbedarf habe man bei den Clubs abgefragt, sagte Hellmann, der von 300 bis 700 Millionen Euro sprach. Beim DFB hält man das in vertraulichen Gesprächen für wenig seriös, da klare Lizenzvorgaben noch fehlen würden. Ein Beispiel: Muss ein Frauen-Bundesligist künftig in einem 10.000 Zuschauer fassenden Stadion spielen, würde es teurer als in einem 5.000er-Stadion. Unstrittig war zumindest der Name für das Joint Venture: Frauen Bundesliga Gesellschaft (FBL GmbH). Sie sollte in etwa so funktionieren wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) bei den Männern, als Steuerelement für zentrale Themen wie die künftige Liga-Vermarktung. Was sind die inhaltlichen Knackpunkte? Der vielleicht wichtigste Punkt ist die Frage nach dem Stimmrecht. In dem ursprünglich angedachten Sechser-Führungsgremium des Gemeinschafts-Unternehmens pochen Ligaverband und DFB auf je drei Sitze. Bei möglichen Patt-Situationen wollen die Clubs dennoch am längeren Hebel sitzen - das lehnt der DFB bislang ab. Eine Kernfrage könnte sein, wen das Gremium als operativen Geschäftsführer einsetzt. Zweiter Punkt: die Finanzen. Für sein Millionen-Investment verlangt der Verband nach dpa-Informationen einen handelsüblichen Pachtzins im niedrigen einstelligen Bereich. Bei steigenden Vermarktungserlösen erwartet der DFB auch erhöhte Rückzahlungen. Das missfällt den Clubs, die eine konstant gleichbleibende statt exponentielle Rückzahlung befürworten. Weitere Details sollen ebenfalls noch offen sein, darunter der Firmensitz des neuen Joint Ventures. Der DFB bevorzugt ein Büro auf seinem 15 Hektar großen Campus, die Clubs wünschen einen anderen Standort in Frankfurt - wie es die DFL hat. Im Gespräch: das Club-Gelände der Eintracht. Könnte die Liga auch ohne den DFB ihre Ziele erreichen? Vermutlich schon, aber zu wesentlich höheren Preisen. Eine 100-Millionen-Beteiligung eines Investors oder einer Bank gäbe es wohl nur zu Konditionen, die schlechter wären als jene des DFB. Denn der Verband ist nicht gewinnorientiert, muss lediglich die Betriebskosten decken - und erhielte einen schmalen Pachtzins. Und: Bei einem Alleingang müssten die Clubs ebenfalls mit dem DFB um entsprechende Auflösungs-Verträge ringen. Entsprechend hoffen die Verhandler auf beiden Seiten, dass die FBL GmbH als gemeinsames Joint Venture schon zur Saison 2026/2027 an den Start gehen wird - aber eben am liebsten zu ihren jeweils eigenen Vorstellungen. Quelle RE: Frauen-Bundesliga FBL e.V. - KLAUS - 09.12.2025 Bayern-Boss spricht vor der Gründung Zoff um Frauen-Ligaverband: Kritik an Klausel und Ansage an DFB-Präsident Die Frauen-Bundesligisten gründen am Mittwoch ihren Ligaverband. Nach dem großen Knall in der Vorwoche wendet sich Bayern-Boss Dreesen an Verbandspräsident Neuendorf. Deutliche Kritik gibt es an einer vom DFB angestrebten Vertragsklausel. ![]() Sprach einen Tag vor der Gründung über den Frauen-Ligaverband: Jan-Christian Dreesen. IMAGO/Ulrich Wagner Im Zwist um die Gründung eines Ligaverbandes und einer gemeinsamen GmbH im Frauenfußball nimmt Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen den DFB-Boss Bernd Neuendorf in die Pflicht. Die Vereine werfen dem Deutschen Fußball-Bund vor, am Ende der Verhandlungen "wesentliche bereits verhandelte Eckpunkte infrage zu stellen", wie Dreesen sagte. "Das hat uns 14 Klubs nicht nur irritiert, sondern kam für uns völlig überraschend." weiterlesen RE: Frauen-Bundesliga FBL e.V. - KLAUS - 12.12.2025 Gründung vollzogen - Eintracht-Direktorin Kiel wird Präsidentin "Die Idee mit dem DFB ist nicht zerschlagen": Frauen-Ligaverband reicht die Hand 10.12.25 - 18:29 Ein historischer Tag für den Frauenfußball in Deutschland: Die Gründung des Ligaverbands ist an diesem Mittwoch offiziell erfolgt. Im nächsten Schritt geht es um die Zusammenarbeit mit dem DFB. Nach vielen kritischen Tönen reicht die neue Präsidentin Katharina Kiel dem möglichen Partner die Hand. ![]() Von links: Veronica Saß (Bayern), Katharina Kiel (Frankfurt), Florian Zeutschler (Essen), Bernd Neuendorf (DFB) picture alliance/dpa Aus der Logenetage des Frankfurter Waldstadions geht der Blick auf den Rasen und die Ränge. Die 58.000 Plätze füllt die Männermannschaft von Eintracht Frankfurt Woche für Woche problemlos. Seht her, da wollen wir auch hinkommen, solche Stadien zu füllen! Diese ehrgeizige Botschaft könnte man in den Treffpunkt interpretieren, an dem die 14 Erstligisten am Mittwochnachmittag zusammenkamen, um ihren eigenen Ligaverband offiziell zu gründen: die Frauen-Bundesliga FBL e.V. Offenbar gefiel den Beteiligten der Ausblick an Ort und Stelle auch, die für 16 Uhr angekündigte Pressekonferenz startete jedenfalls mit 68 Minuten Verspätung. weiterlesen RE: Frauen-Bundesliga FBL e.V. - KLAUS - 23.01.2026 21.01.2026 - 11:55 Uhr | News | Quelle: dpa Union-Chefin zum Streit mit DFB: «Tür nie zu» ![]() ©1. FFC Turbine Potsdam Kommt es doch noch zur Gründung einer GmbH mit der Bundesliga und dem Deutschen Fußball-Bund? Union Berlins Jennifer Zietz fordert mutige Schritte. Jennifer Zietz sieht im Streit zwischen der Bundesliga und dem DFB noch Chancen, dass es zum ursprünglich geplanten Joint Venture kommt. «Es ist alles offen, die Tür ist nie zu. Es braucht mutige Schritte. Es geht um eine schnelle Entwicklung des Frauenfußballs und je mehr kompetente Personen dazu beitragen, desto besser», sagte die Geschäftsführerin Profifußball Frauen beim 1. FC Union Berlin im dpa-Gespräch. Anfang Dezember war im Deutsche Bank Park in Frankfurt/Main der Ligaverband (Frauen-Bundesliga FBL e.V.) gegründet worden. Ursprünglich sollte die Veranstaltung am Campus des Deutschen Fußball-Bundes stattfinden und in eine FBL GmbH mit dem Verband münden. Dazu kam es aber nicht. Scharfe Kritik aus München und Frankfurt Vor allem Eintracht-Boss Axel Hellmann und Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatten den DFB im Vorfeld öffentlich kritisiert. Beim Verband fühlt man sich ob des medialen Rundumschlags brüskiert. Am 26. Januar sollen nun in Frankfurt am Main die Verhandlungen zwischen den 14 Vereinen mit ihrer neuen Ligaverbandspräsidentin Katharina Kiel (Eintracht) und dem DFB wieder aufgenommen werden. «Zum Zeitpunkt der Gründung des Ligaverbandes war es nicht möglich, mit dem DFB zusammenzuarbeiten. Wir Vereine sind uns sehr einig. Im Moment haben wir einen Player weniger am Tisch, der auch erst die Landesverbände hinter sich bringen muss», sagte Zietz, früher Nationalspielerin von Turbine Potsdam. Ein Knackpunkt sind die Stimmrechte Die 42-Jährige sagte zu einem der Streitpunkte: «Wenn die Vereine so viel investieren, dann ist es auch klar, dass sie am Ende die Stimmenmehrheit haben sollten. Das ist einer der ausschlaggebenden Punkte in den Verhandlungen mit dem DFB.» Der Verband, der das Joint Venture komplett finanzieren würde, fordert bei vielen Themen Mitspracherechte. Zietz verweist auf die Entwicklung der Union-Fußballerinnen, die 2025 aufgestiegen waren: «Unser Präsident Dirk Zingler hat klar zum Ausdruck gebracht, dass wir für die Frauen im Fußball die gleichen Bedingungen wie bei den Männern anstreben. Wir wollen aber keinen Männerfußball 2.0 und es geht auch nicht um das gleiche Geld.» Es gehe um die angemessene Wertschätzung für Spielerinnen, von denen manche im Oberhaus noch nicht mal den gesetzlichen Mindestlohn beziehen würden. Quelle 21.01.2026 - 17:50 Uhr | News | Quelle: sd | von: eb FannetzwerkFF positioniert sich gegen Montagsspiele in der Bundesliga ![]() Kurz vor der anstehenden Ausschreibung der neuen TV-Rechte für die Frauen-Bundesliga hat sich das FannetzwerkFF mit einem offenen Protestbrief klar gegen Montagsspiele positioniert. Unter dem Motto „Alle vereint – gegen Montagsspiele“ richtet sich der Zusammenschluss organisierter und unorganisierter Fans der Frauen-Bundesligisten an Vereine, Verband und Liga. In dem Schreiben betont das Fannetzwerk zunächst das wachsende Interesse am Frauenfußball – sowohl international als auch in Deutschland. Gleichzeitig verweisen die Fans auf die zentrale Rolle der Zuschauenden im Stadion, die in den vergangenen Jahren zu einer vielfältigen und lebendigen Fankultur beigetragen hätten. Diese Entwicklung werde von Vereinen und Verbänden regelmäßig hervorgehoben und beworben. Mit zunehmender Kritik beobachten die Unterzeichnenden jedoch die Spieltagsgestaltung, insbesondere die Ansetzungen am Montagabend. Diese stellten für viele Fans eine erhebliche Hürde dar. Laut dem Fannetzwerk erschweren Montagsspiele Auswärtsfahrten, führten zu Urlaubs- oder Übernachtungskosten und machten Stadionbesuche für Familien, Kinder und Jugendmannschaften – eine wichtige Zielgruppe im Frauenfußball – nahezu unmöglich. Auch für Heimfans sei ein Stadionbesuch an einem regulären Montagabend oft nur schwer umsetzbar. Darüber hinaus thematisiert das Schreiben die Auswirkungen auf die Atmosphäre in den Stadien. Fußball lebe von regionaler Nähe, Auswärtsfahrten und aktiver Unterstützung, heißt es. Spiele ohne oder mit deutlich weniger Fans würden diesen Charakter gefährden. Kritik äußern die Fans auch an den Fernseh-Anstoßzeiten: Die Verlegung von Montagsspielen auf 18 Uhr werfe Fragen zur Vereinbarkeit mit dem Alltag vieler Zuschauerinnen und Zuschauer auf – sowohl im Stadion als auch vor dem Fernseher. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Vergabe der Medienrechte befürchtet das Fannetzwerk, dass Montagsspiele weiterhin Teil der Spieltagsplanung bleiben könnten. Entsprechend formulieren die Fans eine klare Forderung: Vereine, DFB und die neu gegründete Frauen-Bundesliga (FBL) sollen sich eindeutig gegen Montagsspiele positionieren und ein „Commitment zu den Fans“ zeigen. Der Protest reiht sich in eine grundsätzliche Debatte ein, die den Frauen- wie auch den Männerfußball seit Jahren begleitet: das Spannungsfeld zwischen medialer Vermarktung, Reichweitensteigerung und den Bedürfnissen der aktiven Fans vor Ort. Wie die Verantwortlichen diese Interessen künftig gewichten, dürfte auch im Zuge der neuen TV-Rechte eine zentrale Rolle spielen. Quelle 21.01.2026 - 22:00 Uhr | News | Quelle: dpa Machtkampf um Profistrukturen geht weiter ![]() Neue Jobs, mehr Geld, größere Stadien - der Machtpoker zwischen DFB und Clubs geht in die nächste Runde. Was hinter den Kulissen wirklich auf dem Spiel steht. Der Knall im Dezember war gewaltig, das gegenseitige Vertrauen schwer zerrüttet. Nach dem öffentlich eskalierten Streit zwischen Clubs und Deutschem Fußball-Bund (DFB) um die Professionalisierung des Frauenfußballs kehren beide Seiten am Montag in Frankfurt zurück an den Verhandlungstisch. Im Ringen um Macht und Millionen soll doch noch ein gemeinsames Joint Venture entstehen. Der Deutschen Presse-Agentur liegen Entwürfe vor, die veranschaulichen, wie die Zukunft der Bundesliga-Fußballerinnen ausschauen könnte. Oder zu platzen droht, falls die Einigung ausbleibt. Die wichtigsten Fragen vorab: Wer sitzt am Verhandlungstisch? Der im Dezember gegründete Ligaverband - er vertritt die Interessen der 14 Erstligisten - schickt eine neunköpfige Gruppe. Neben den bisher aus dem Männerfußball prominenten Chefverhandlern um Axel Hellmann (Vorstandsprecher Eintracht Frankfurt), Jan-Christian Dreesen (Vorstandschef FC Bayern München), Oliver Leki (Finanzvorstand SC Freiburg) und Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry zählen auch Katharina Kiel (Eintracht Frankfurt), Florian Zeutschler (SGS Essen) und Veronica Saß (FC Bayern) dazu. Kiel als Präsidentin, Saß (1. Vizepräsidentin) und Zeutschler (2. Vizepräsident) bilden die Spitze des Ligaverbandes. Zwei weitere Club-Vertreter runden das Aufgebot ab. Für den DFB verhandeln federführend Generalsekretär Holger Blask und Schatzmeister Stephan Grunwald. Was steckt hinter der Idee des Joint Ventures? Einigen sich DFB und Ligaverband trotz verfahrener Lage, entstünde als Joint Venture die Frauen-Bundesliga GmbH, kurz: FBL GmbH. Die wäre schon vom 1. Juli an dafür verantwortlich, Kernthemen der Liga wie Vermarktung oder Nachwuchsförderung kräftig anzukurbeln. In der FBL GmbH hätten Ligaverband und DFB je drei Sitze, eine zentrale Aufgabe des Sechser-Gremiums wäre es, die Geschäftsführung zu berufen. Finanzier ist der DFB: Knapp über 100 Millionen Euro sagte der Verband für die nächsten acht Jahre zu. Etwa die Hälfte flösse direkt an die Clubs, die andere in das Gemeinschaftsunternehmen. Weitere rund 25 Millionen Euro über denselben Zeitraum soll die 2. Liga erhalten, die der DFB in vier bis fünf Jahren in die FBL integrieren will. Worüber wird gestritten? Vor allem ist offen, wer in der angedachten Partnerschaft was zu bestimmen hat. Nach dpa-Informationen geht es um eine Liste von 20 Punkten und die Frage, bei welchen der DFB mitbestimmt und bei welchen die Liga praktisch durchregieren dürfte. Beim Verband herrscht die Meinung vor, dass es angesichts der 100-prozentigen Joint-Venture-Finanzierung nur logisch sei, auf Mitspracherechte zu bestehen. Club-Verantwortliche argumentieren, insbesondere die Vereine müssten die konkreten Maßnahmen vor Ort finanzieren - und gehen für die gesamte Liga von Ausgaben über mehrere hundert Millionen Euro aus. «Wenn die Vereine so viel investieren, dann ist es auch klar, dass sie am Ende die Stimmenmehrheit haben sollten. Das ist einer der ausschlaggebenden Punkte in den Verhandlungen mit dem DFB», sagt etwa Jennifer Zietz, Geschäftsführerin von Union Berlin. Auch inhaltlich ist trotz detailreicher Professionalisierungspläne längst nicht alles ausverhandelt. Nicht umsonst wird so hart um die Macht gerungen. Die große DFB-Sorge: Ohne Vetorecht könnten die neuen Standards wieder geschliffen werden. Was ist beim Mindestgrundgehalt geplant? Nahezu unstrittig: Kommt das Joint Venture, wird ein Mindestgrundgehalt von 3.000 Euro (brutto) eingeführt. Die Maßnahme sei «ein entscheidender Schritt hin zum Berufsbild 'Profifußballerin'», heißt es in dem - auch Zweitligisten vorliegenden - Entwurf für die dann neu zu erfüllenden Richtlinien des Bundesliga-Lizenzierungsverfahrens. Aktuell verdient eine Bundesliga-Fußballerin durchschnittlich zwar rund 4.500 Euro, einige Spielerinnen liegen aber noch deutlich darunter. Wie würde sich der Trainer- und Betreuerstab verändern? Profibedingungen, sprich Vollzeitstellen, müssten die Clubs schrittweise auch für Co- und Torwarttrainerinnen sowie Spielanalysten und Sportpsychologen schaffen. Die Betreuung durch Ärztinnen und Physiotherapeuten soll den Plänen zufolge ebenso ausgebaut werden wie der Club-Apparat insgesamt. Jeder Erstligist bräuchte jeweils in Vollzeit einen Sportlichen Leiter, Teammanager, Social-Media-Manager und «Fan-Gewinnungs»-Manager. Auch müssten Ernährungsberater und Scouts angemeldet werden. Welche Vorgaben gäbe es bei der Stadioninfrastruktur? Die Anforderungen an ein bundesligataugliches Stadion würden gewaltig steigen, statt 2.000 wären künftig über 5.000 Plätze nötig - davon mindestens 300 Sitzplätze, wovon die Hälfte überdacht sein müsste. Es sollen aber Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen gelten, zumindest bis zur Saison 2031/32. Ab dann wäre für jeden Bundesligisten ein Fassungsvermögen von über 5.000 unumgänglich (bei mindestens 2.000 Sitzplätzen). Drainage und Rasenheizung, möglichst klimafreundlich, würden zur Saison 2027/28 Pflicht, Aufsteiger müssten gegebenenfalls Ausweichstadien benennen. Wie soll die Nachwuchsarbeit besser werden? «Wir müssen schauen, dass wir diese Talentförderung auf das nächste Level heben», hatte Bundestrainer Christian Wück nach dem verlorenen EM-Halbfinale gegen Spanien gefordert, «der Verband plus die Vereine». Ihn dürfte also freuen, dass die Bundesligisten von der kommenden Saison an sogenannte DFB-Talentförderzentren für Juniorinnen führen müssen. Zur Spielzeit 2027/2028 dann sogar Leistungszentren mit strengeren Vorgaben für Personal oder Infrastruktur. Für Aufsteiger gilt in beiden Fällen eine Schonfrist von einem Jahr. Erst mal aber muss sich die FBL GmbH gründen - sonst könnten viele Vorgaben mangels Finanzierung auf der Strecke bleiben. Quelle RE: Frauen-Bundesliga FBL e.V. - KLAUS - 26.01.2026 } Es hat "einen guten Austausch" gegegeben "Diesen Pfad werden wir jetzt weiter fortschreiten": FBL und DFB nähern sich an Der Anfang Dezember neu gegründete Ligaverband der Frauen-Bundesliga und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben sich im Streit um eine mögliche Zusammenarbeit offenbar angenähert. FCB-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen spricht von positiven Gesprächen. RE: Frauen-Bundesliga FBL e.V. - KLAUS - 06.02.2026 Gespräche werden forgesetzt Frauen-Bundesliga lehnt Joint Venture mit dem DFB vorerst ab 05.02.26 - 18:27 Die Frauen-Bundesliga FBL e. V. hat auf ihrer ersten Mitgliederversammlung am Donnerstag zentrale Entscheidungen für die weitere Ausrichtung der Frauen-Bundesliga getroffen - und die DFB-Pläne eines gemeinsamen Joint Ventures vorerst abgelehnt. ![]() Vorerst keine Einigung zwischen dem DFB und der FBL. IMAGO/Picture Point In den vergangenen Monaten hatten die 14 Vereine der Frauen-Bundesliga immer wieder über einen möglichen Zusammenschluss mit dem DFB diskutiert. In einer gemeinsamen Gesellschaft, dem sogenannten Joint Venture, sollten die Klubs mit dem Verband zusammenarbeiten, um die Entwicklung der Liga in Sachen Vermarktung, Kommerzialisierung und Infrastruktur weiter anzukurbeln. weiterlesen |