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Laura Dahlmeier : 22.08.1993 bis 28.07.2025 - Druckversion

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Laura Dahlmeier : 22.08.1993 bis 28.07.2025 - KLAUS - 31.07.2025

Trauer um Olympiasiegerin Dahlmeier 

aus Wikipedia: 

Laura Dahlmeier (* 22. August  1993  in Garmisch-Partenkirchen ; † 28. Juli  2025  am Laila Peak , Karakorum-Gebirge , Pakistan ) war eine deutsche  Biathletin , die nach ihrem Karriereende als Bergläuferin  und Bergsteigerin  aktiv war. Sie gewann sieben Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen bei Biathlon-Weltmeisterschaften , 20 Weltcuprennen und den Gesamtweltcup  der Saison 2016/17 . Bei den Olympischen Winterspielen 2018  in Pyeongchang  gewann sie das Sprint-  und das Verfolgungsrennen  sowie die Bronzemedaille im Einzelwettkampf . Dahlmeier starb im Alter von 31 Jahren bei einem durch Steinschlag  verursachten Bergunfall 

Auszeichnungen
  • 2011 wurde Laura Dahlmeier von den Europäischen Olympischen Komitees  auf dem zweiten Rang beim Piotr-Nurowski-Preis  für den besten Nachwuchssportler ausgezeichnet.
  • Im Jahr 2013 erhielt Dahlmeier den WinterStar des Bayerischen Fernsehens  in der Kategorie Perspektive[40]  und den Bayerischen Sportpreis  als Herausragende Nachwuchssportlerin.[41] 
  • Im Oktober wurde Dahlmeier für ihre Erfolge bei den Juniorenweltmeisterschaften und im Weltcup zur Juniorsportlerin des Jahres 2013  gewählt.[42] 
  • Während des Weltcups in Hochfilzen wurde sie am 7. Dezember 2013 von der IBU  als beste Nachwuchsbiathletin der vergangenen Saison ausgezeichnet.[43] 
  • 2015 erhielt sie gemeinsam mit Franziska Hildebrand , Franziska Preuß  und Vanessa Hinz  – in der Besetzung der Weltmeisterstaffel  – den Bayerischen Sportpreis in der Kategorie „Botschafter des bayerischen Sports“.
  • Im Juli 2017 wurde Dahlmeier erneut mit dem Bayerischen Sportpreis ausgezeichnet.
  • Im Oktober 2017 wurde Dahlmeier aufgrund ihrer Leistungen in der vergangenen Saison vom DSV als „Skisportlerin des Jahres 2017“ ausgezeichnet.
  • Im Dezember 2017 wurde die damals 24-Jährige zur Sportlerin des Jahres 2017  gewählt.[44] 
  • Am 2. März 2018 wurde Laura Dahlmeier zur Ehrenbürgerin von Garmisch-Partenkirchen ernannt.[45] 
  • Für den Gewinn der Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen 2018 wurde sie am 7. Juni 2018 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[46] 
  • Bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres  wurde sie 2018 Dritte.
  • Sie erhielt 2019 die Europamedaille der Bayerischen Staatsregierung.
  • 2019 erhielt sie den Bayerischen Sportpreis  in der Kategorie herausragende bayerische Sportkarriere.
  • Am 9. November 2019 wurde sie beim Deutschen Sportpresseball in Frankfurt mit dem Pegasos-Preis als „Legende des Sports“ ausgezeichnet.
  • 2021 Bayerischer Verdienstorden [47] 


Olympiasiegerin in Pakistan verunglückt
Laura Dahlmeier ist tot

30.07.25 - 14:32

Traurige Gewissheit: Olympiasiegerin Laura Dahlmeier ist an den Folgen des Bergunfalls in Pakistan verstorben. 

[Bild: 5934507d-9eb0-433e-8c08-c8940d0b953d.jpg]
Laura Dahlmeier (1993-2025) IMAGO/Passage 

Die ehemalige deutsche Biathletin Laura Dahlmeier ist beim Bergsteigen im pakistanischen Karakorum-Gebirge tödlich verunglückt. Das teilte ihr Management am Mittwoch mit. Die 31-Jährige war am Montag am Laila Peak auf rund 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag getroffen  worden.

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Rettungsaktion eingestellt
Die Mitteilung über Dahlmeiers Tod im Wortlaut

30.07.25 - 15:55

Nach dem schweren Bergunglück von Laura Dahlmeier in Pakistan bestätigte ihr Management zwei Tage nach dem Unfall ihren Tod und gab einige Details bekannt. 

[Bild: dfa830ff-75e3-477b-9ea6-5f97faad9653.jpg]
Laura Dahlmeier picture alliance/dpa 

Die Mitteilung im Wortlaut: 

Rettungsaktion eingestellt - Laura Dahlmeier tödlich verunglückt

Garmisch-Partenkirchen / 30. Juli 2025 - Laura Dahlmeier ist am 28. Juli am Laila Peak (6069 m) im pakistanischen Karakorum-Gebirge bei einem Bergunfall auf 5700 m durch Steinschlag tödlich verunglückt. Die Rettungsaktion zur Bergung blieb erfolglos und wurde am Abend des 29. Juli eingestellt.

Laura Dahlmeier und ihre Seilpartnerin befanden sich am Morgen des 28. Juli im Abstieg vom Gipfel des Laila Peaks im pakistanischen Karakorum Gebirge. Während eines Abseilmanövers auf rund 5700 Metern wurde Laura Dahlmeier von Steinschlag erfasst. Ihre unverletzte Seilpartnerin setzte sofort einen Notruf ab, eine Rettungsaktion wurde umgehend eingeleitet.

Eine Bergung durch die Seilpartnerin wurde über viele Stunden versucht, war aufgrund der Schwere des Geländes und des weiterhin anhaltenden Steinschlags aber unmöglich. Nachdem die Seilpartnerin außerdem keine Lebenszeichen vernehmen konnte, entschied sie sich während der Nachtstunden für einen Rückzug aus der Gefahrenzone und den weiteren Abstieg.

Am Morgen des 29. Juli konnte Laura Dahlmeier bei einem Überflug eines Militärhubschraubers gesichtet werden, es waren jedoch keine Lebenszeichen wahrnehmbar. Aufgrund technischer und bergtechnischer Limitierungen des Hubschraubers konnte eine Rettung aus der Luft nicht durchgeführt werden. Auch eine terrestrische Rettung war wegen der anhaltenden Steinschlaggefahr und der objektiven Gefahren am Unfallort nicht möglich.

Auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem Hubschrauber-Überflug und der Schilderungen der Seilpartnerin zur Schwere der Verletzungen, ist vom sofortigen Tod Laura Dahlmeiers auszugehen. Mit Einsetzen der Dunkelheit wurde die Bergung am Abend eingestellt. Die Seilpartnerin wurde von zu ihr aufgestiegenen akklimatisierten Bergsteigern in das Basecamp begleitet. Sie ist unverletzt und wird vor Ort betreut.
Die Bergung des Leichnams ist für die Rettungskräfte unter den aktuell vorherrschenden schwierigen Bedingungen mit Steinschlag und einem Wetterumschwung am Laila Peak mit einem zu hohen Risiko verbunden und nicht realisierbar.

Es war Laura Dahlmeiers ausdrücklicher und niedergeschriebener Wille, dass in einem Fall wie diesem niemand sein Leben riskieren darf, um sie zu bergen. Ihr Wunsch war es, ihren Leichnam in diesem Fall am Berg zurückzulassen. Dies ist auch im Sinne der Angehörigen, die außerdem ausdrücklich darum bitten, Lauras letzten Wunsch zu respektieren.

Ein großer Dank der Familie gilt dem Rettungsteam, allen voran den zu Hilfe gekommenen Bergsteigern vor Ort. Sie haben alles Bestmögliche versucht, um eine Rettung zu ermöglichen und zur Verunfallten vorzudringen.

Laura Dahlmeier befand sich bereits seit Ende Juni gemeinsam mit Freunden in der Region und hatte am 08. Juli erfolgreich den Great Trango Tower (6.287 m) bestiegen. Der Laila Peak (6069 m) war das zweite Gipfelziel der Expedition.

Laura Dahlmeier gehörte zu den besten und bekanntesten Biathletinnen der Welt. Nach ihrem Karriereende 2019 widmete sie sich mit großer Leidenschaft dem Bergsport. Die gebürtige Garmisch-Partenkirchnerin war staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin, aktives Mitglied bei der Bergwacht und galt als erfahrene Bergsteigerin. Der Biathlon-Welt blieb sie als ZDF-TV-Expertin treu.

Wir nehmen Abschied von einem großartigen Menschen. Laura hat mit ihrer herzlichen und geradlinigen Art unser Leben und das Leben vieler bereichert. Sie hat uns vorgelebt, dass es sich lohnt, für die eigenen Träume und Ziele einzustehen und sich dabei immer treu zu bleiben.

Wir sind von Herzen dankbar, liebe Laura, dass wir an deinem Leben teilhaben durften.
Unsere gemeinsamen Erinnerungen geben uns Kraft und Mut, unseren Weg weiterzugehen.

Aus Rücksicht auf die Familie und nahestehende Personen bitten wir die Öffentlichkeit und die Medien, von Fragen abzusehen und die Privatsphäre der Angehörigen in dieser schweren Situation zu wahren.

kon

Quelle 


Sport und Politik sprechen Beileid aus
Tiefe Trauer um Dahlmeier: "Eine Botschafterin unseres Landes"

30.07.25 - 15:27

Die Anteilnahme am Tod von Laura Dahlmeier ist groß. Bis in die hohe Politik hinein herrscht tiefe Bestürzung. 

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Dahlmeiers Drang nach Freiheit
Ein Leben am Limit
30.07.25 - 19:39
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Laura Dahlmeier liebte den Sport. Im Biathlon gewann sie alles, ehe sie mit nur 25 Jahren zurücktrat. Sie wollte frei sein. Ihre große Leidenschaft waren die Berge. Das wurde ihr nun zum Verhängnis. 

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