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RE: Damallsvenskan Schweden > Saison 26 - KLAUS - 11.01.2026 09.01.2026 - 13:00 Uhr | News | Quelle: sd | von: Emilie Bitsch Amy Sayer wechselt zum Ligakonkurrenten Malmö FF ![]() ©Kristianstads DFF Malmö FF, die nun in ihre zweite Saison in der Damallsvenskan reingehen, verpflichten die australische Nationalspielerin Amy Sayer von Kristianstad DFF. Die rechte Außenbahnspielerin unterschreibt einen Vertrag bis Ende 2028. Kristianstad verpflichtete die 24-Jährige im Sommer 2023, hatte dort aber großes Pech: Eine schwere Knieverletzung im April 2024 zwang sie zu einer langen Pause. Doch sie kehrte vor dieser Saison in beeindruckender Form zurück. 24 Spiele bestritt sie in der vergangenen Saison, davon 18 von Beginn an, und erzielte drei Tore. Dennoch entschied sie sich zu einem Wechsel zum Drittplatzierten der Liga, der direkt nach dem Aufstieg die drittbeste Offensive stellte und 57 Punkte sammelte. Für Australien debütierte sie 2021 bei der 2:5-Niederlage gegen Deutschland, bei der sie in der 58. Minute eingewechselt wurde. Insgesamt trug sie elfmal das Trikot der "Matildas" und erzielte dabei zwei Tore. Quelle RE: Damallsvenskan Schweden > Saison 26 - KLAUS - 13.01.2026 13.01.2026 - 10:15 Uhr | News | Quelle: FC Rosengård Rückkehr nach Schweden: Ria Öling wieder bei Rosengård ![]() ©IMAGO Der FC Rosengård verpflichtet erneut Ria Öling und holt die finnische Nationalspielerin nach Malmö zurück. Die 31-jährige Mittelfeldspielerin stand zuletzt beim SC Braga unter Vertrag und kam in der laufenden Saison im portugiesischen Campeonato Nacional Feminino auf fünf Einsätze, in denen sie ein Tor erzielte. Öling trug bereits zwischen 2021 und 2024 das Trikot von Rosengård. In dieser Zeit gewann sie mit dem Klub drei schwedische Meisterschaften sowie einmal den nationalen Pokal. Nun kehrt sie an ihre frühere Wirkungsstätte zurück und wird künftig mit der Rückennummer 16 auflaufen. Auch auf internationaler Ebene bringt Öling umfangreiche Erfahrung mit. Seit rund zehn Jahren gehört sie zum Stamm der finnischen Nationalmannschaft und steht aktuell kurz vor ihrem 100. Länderspieleinsatz für die Helmarit. Quelle RE: Damallsvenskan Schweden > Saison 26 - KLAUS - 14.01.2026 14.01.2026 - 16:30 Uhr | News | Quelle: Eintracht Frankfurt | von: eb Sanvig bleibt bis Saisonende bei BK Häcken ![]() ©IMAGO Pernille Sanvig wird auch in der Rückrunde für BK Häcken auflaufen. Die Leihe der 20-jährigen Mittelfeldspielerin von Eintracht Frankfurt zum schwedischen Erstligisten wurde bis zum Saisonende verlängert. Sanvig war im Sommer nach einer Vertragsverlängerung bei der Eintracht bis 2027 nach Schweden gewechselt. In der Damallsvenskan kam sie bislang auf elf Einsätze und steuerte ein Tor zum Meistertitel von BK Häcken bei. Darüber hinaus sammelte sie internationale Erfahrung in der Qualifikation zur UEFA Women’s Champions League sowie im neu eingeführten UEFA Women’s Europa Cup, in dem Häcken das Viertelfinale erreichte. Mit der Verlängerung der Leihe soll Sanvig weiterhin Spielpraxis auf höchstem Niveau sammeln, bevor sie im Sommer nach Frankfurt zurückkehrt. Quelle RE: Damallsvenskan Schweden > Saison 26 - KLAUS - 16.01.2026 15.01.2026 - 19:00 Uhr | News | Quelle: FC Rosengård Joel Kjetselberg übernimmt erneut die Verantwortung bei Rosengård ![]() ©IMAGO Joel Kjetselberg ist erneut Cheftrainer des FC Rosengård. Der schwedische Verein bestätigte die Rückkehr des 37-Jährigen, der bereits mehrere Jahre in unterschiedlichen Funktionen für den Klub tätig war und zur Saison 2026 wieder die sportliche Leitung übernimmt. Kjetselberg gehörte zuvor insgesamt vier Jahre lang zum Trainerstab des Teams. Seit 2024 fungierte der UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber als Cheftrainer und war in dieser Zeit an nationalen Titeln, dem Gewinn des schwedischen Pokals sowie an Teilnahmen an der UEFA Women’s Champions League beteiligt. Dazu zählte auch die Meisterschaftssaison 2024. Im September 2025 endete seine vorherige Amtszeit nach einer sportlich schwierigen Phase, die sich auch nach seinem Abgang fortsetzte. Mit der erneuten Verpflichtung setzt Rosengård auf personelle Kontinuität, verbindet diese jedoch mit einem sportlichen Neustart. Unterstützt wird Kjetselberg im Trainerteam unter anderem von Torwarttrainerin Shannon Lynn, Co-Trainer Robin Lindroos, Athletiktrainer Jesper Olofsson sowie Kenneth Mattsson, der nach einem Jahr in den USA zum Verein zurückkehrt. Quelle RE: Damallsvenskan Schweden > Saison 26 - KLAUS - 30.01.2026 29.01.2026 - 20:05 Uhr | News | Quelle: Hammarby/ sd | von: Haho Hammarby IF verpflichtet Mathilde Janzen ![]() ©Kristianstads DFF Mathilde Janzen wechselt zu Hammarby IF und hat beim schwedischen Klub einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Mit diesem Schritt setzt die Verteidigerin ihre Karriere in der Damallsvenskan fort und bindet sich langfristig an den Verein. Ab 2019 spielte Janzen zunächst im Juniorinnenbereich von Kristianstads DFF, bevor sie 2021 den Sprung in den Profikader des Klubs schaffte. Im selben Jahr wechselte sie zur TSG 1899 Hoffenheim II, für die sie bis 2023 aktiv war. Im Jahr 2024 sammelte die Spielerin weitere Erfahrungen bei Werder Bremen sowie bei Werder Bremen II. Seit 2024 steht sie erneut bei Kristianstads DFF unter Vertrag und war dort Teil der ersten Mannschaft. Neben ihrer Vereinskarriere durchlief sie die verschiedenen U-Nationalmannschaften Deutschlands. Anfang 2026 gab sie bekannt, zukünftig für die schwedische Nationalmannschaft zu spielen. Janzen über den nächsten Schritt ihrer Karriere In einem Instagramvideo zu ihrem Vertrag mit Hammarby IF äußerte sich die talentierte Verteidigerin über ihre Zukunft in Schweden. „Natürlich möchte ich mich als Spielerin weiterentwickeln, aber mein großes Ziel ist es, die Meisterschaft zu gewinnen“, sagte Janzen. Über ihre neue Mannschaft fügte sie hinzu: „Es wäre unglaublich, das mit Hammarby zu schaffen, denn ich glaube, da gibt es große Chancen.“ Sie betonte außerdem, wie sehr sie sich darauf freut, jeden Tag Vollgas zu geben: „Ich bin mega gespannt darauf, loszulegen und meinen Beitrag zu leisten.“ Quelle RE: Damallsvenskan Schweden > Saison 26 - KLAUS - 04.02.2026 03.02.2026 - 18:00 Uhr | News | Quelle: FC Rosengård/ sd | von: Haho FC Rosengård leiht Verteidigerin Cecily Wellesley-Smith aus ![]() Der FC Rosengård hat sich mit der Leihe von Cecily Wellesley-Smith von Arsenal FC für den Rest der Saison verstärkt. Die talentierte Verteidigerin soll mit ihrer Spielübersicht, Zweikampfstärke und Ruhe am Ball die Defensive stabilisieren und dem Team zusätzliche Sicherheit verleihen. Die junge Engländerin unterschrieb im Juni 2025 ihren ersten Profivertrag beim Arsenal FC und sammelte in der ersten Saisonhälfte wertvolle Erfahrungen auf Leihbasis bei Leicester City. Wellesley-Smith hat des Weiteren bereits für die englischen U-Nationalmannschaften gespielt und gilt als vielversprechendes Talent für die Zukunft der englischen Nationalmannschaft. Quelle RE: Damallsvenskan Schweden > Saison 26 - KLAUS - 11.04.2026 07.04.2026 - 19:25 Uhr | News | Quelle: BK Häcken/ sd | von: Hanna Hohmann BK Häcken verlängert Vertrag mit Helena Sampaio ![]() Der BK Häcken hat den Vertrag mit Helena Sampaio vorzeitig verlängert. Die 24-jährige Spielerin bleibt dem Klub damit bis 2029 erhalten. Mit der Verlängerung setzt Häcken weiterhin auf Sampaios Entwicklung und unterstreicht das Vertrauen in ihre sportliche Rolle innerhalb der Mannschaft für die kommenden Jahre. Helena Sampaio spielte von 2021 bis 2024 für die USC Trojans und erzielte in 78 Einsätzen 12 Tore sowie 18 Assists. Nach ihrem ersten Jahr bei den Trojans, entwickelte sie sich zu einer festen Größe und wurde in ihrem Junior-Jahr ins All-Pac-12 Second Team berufen. In ihrer Senior-Saison führte sie das Team mit starken Leistungen zum Gewinn der Conference-Meisterschaft. Im Januar 2025 unterschrieb sie dann beim BK Häcken ihren ersten Profivertrag über zweieinhalb Jahre und wurde zur ersten Brasilianerin des Klubs. Im Oktober gelang ihr im Europapokal gegen Katowice ein Hattrick, ehe sie im November beim entscheidenden Sieg über Djurgården zum Gewinn der Meisterschaft beitrug. Im Februar 2026 zog sie sich jedoch einen Kreuzbandriss zu und fällt für den Rest der laufenden Saison aus. Die Entscheidung der Vertragsverlängerung zeigt, dass der BK Häcken nicht nur auf kurzfristige Erfolge blickt, sondern gezielt auf Kontinuität und Perspektive setzt. Sampaio soll nach ihrer Rückkehr wieder an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen und dem Team zusätzliche Qualität im Mittelfeld verleihen, während der Klub weiter an seiner sportlichen Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene arbeitet. Quelle RE: Damallsvenskan Schweden > Saison 26 - KLAUS - 12.04.2026 11.04.2026 - 12:45 Uhr | News | Quelle: Brøndby IF Knieverletzung setzt Halttunen langfristig außer Gefecht ![]() Brøndby IF muss mehrere Monate auf Lilli Halttunen verzichten. Die 20-jährige finnische Angreiferin hatte sich erst im Winter dem dänischen Klub angeschlossen und verletzte sich nun im Spiel gegen FC Nordsjælland. In der Schlussphase musste sie ausgewechselt werden. Untersuchungen ergaben eine Teilruptur des Innenbandes im Knie. Die Ausfallzeit wird auf rund fünf Monate geschätzt. Halttunen war im Januar von Linköping FC zu Brøndby IF gewechselt und erhielt einen Vertrag bis 2028. In der laufenden Saison kommt sie in Meisterschaft und Pokal auf insgesamt sechs Einsätze sowie ein Tor. Quelle RE: Damallsvenskan Schweden > Saison 26 - KLAUS - 23.04.2026 22.04.2026 - 12:30 Uhr | News | Quelle: sd | von: Emilie Bitsch Loeck vor Europacup-Finale: „So eine Fankultur habe ich noch nicht erlebt“ ![]() ©Kristianstads DFF Melina Loeck steht mit Hammarby im Finale des Europacups – ein weiterer Meilenstein in der Karriere der Torhüterin. Die 25-Jährige hat früh den Schritt ins Ausland gewagt und sich über Stationen in Wolfsburg, Kristianstad und Brighton kontinuierlich weiterentwickelt. In Schweden ist sie inzwischen nicht nur sportlich angekommen, sondern erlebt auch eine außergewöhnliche Fankultur. Im Interview mit soccerdonna spricht Loeck über ihren späten Einstieg in den Profifußball, inwiefern die schwedische Liga unterschätzt wird und über den Weg ins Finale trotz großen Umbruches. Soccerdonna: Melina, wie fühlst Du dich gerade bei deinem Club Hammarby? Melina Loeck: Ich fühle mich sehr wohl, sonst hätte ich auch nicht verlängert. Es ist eine coole Stadt, ein super Verein und unfassbare Fans. So eine Fankultur habe ich bisher noch nicht erlebt – ich glaube, die ist auch einzigartig, gerade im Frauenfußball. Auch mit dem Trainerstab passt es richtig gut, das macht einfach Spaß. Soccerdonna: Was ist denn anders in der Fankultur als in anderen Ländern? Du hast bereits in England gespielt, ist das vergleichbar oder nochmal anders? Melina Loeck: Hammarby ist in Schweden besonders bekannt für seine Fans. Wenn du Fan bist, dann bist du Fan vom ganzen Verein – egal ob Männer, Frauen, Handball oder Eishockey. Wir haben bei jedem Spiel mindestens 2.500 Zuschauer:innen, im großen Stadion auch mal 6.000 oder 7.000. Die unterstützen 90 Minuten durchgehend und danach feiert man gemeinsam. Das ist eine große gegenseitige Wertschätzung. Auch auswärts sind sie immer dabei. Im Europa Cup waren zum Beispiel alle Karten weg, die wir bekommen konnten. In Lissabon waren 250 Fans an einem Mittwochabend im Februar da. Das ist schon besonders. Soccerdonna: Das ist stark – gerade im Frauenfußball nicht selbstverständlich. War das in Kristianstad ähnlich? Melina Loeck: Kristianstad ist eine kleine Stadt mit etwa 40.000 Einwohnern, da kommen wenige Zuschauer:innen. Aber die ganze Stadt hat hinter dem Verein gestanden, es war sehr familiär, jeder kannte jeden. Der Support ist aber weder von der Lautstärke noch vom Mitreisen her mit Hammarby vergleichbar. Soccerdonna: Du bist mit 25 schon viel herumgekommen. Wie war für dich der Schritt ins Ausland? Melina Loeck: Ich war vier Jahre in Wolfsburg, erst in der Jugend und dann im Profikader. Nach zwei Jahren war aber klar, dass es schwer wird, an den etablierten Torhüterinnen, wie Almuth Schult oder Mary Earps, vorbeizukommen. Gerade damals hatte Wolfsburg ein Top-Team im Training: Ewa Pajor, Pernille Harder, Caroline Graham Hansen, das war cool. Deshalb war für mich klar, dass ich den nächsten Schritt brauche, um Spielpraxis zu sammeln. Über meinen Berater Henner Janzen, der sehr aktiv in Schweden ist, kam der Kontakt nach Schweden zustande, zu Kristianstad – mitten in der Corona-Zeit 2020. Ich habe mir gesagt: Ich habe nichts zu verlieren, ich probiere es einfach mal für ein halbes Jahr als Leihe aus. Es hat mir direkt gut gefallen. Der Verein ist sehr familiär, ich hatte eine gute Trainerin und ein starkes Team. Wir haben viel gemeinsam gemacht. Kristianstad wird oft als „Sekte“ beschrieben, weil es dort nicht viel Ablenkung gibt und man viel Zeit miteinander verbringt – aber genau das hat den Zusammenhalt extrem gestärkt. Soccerdonna: Sprichst du mittlerweile fließend schwedisch? Melina Loeck: Ich verstehe alles, Grammatik und Aussprache ist dann nochmal was anderes (lacht). Aber das funktioniert gut, hier läuft alles auf schwedisch. Außerdem kann ich mit Teamkollegin Mathilde Janzen deutsch sprechen, was immer schön ist. In Kristianstad beispielsweise haben wir mehr Englisch gesprochen, da wir einige Amerikanerinnen und Kanadierinnen hatten. Soccerdonna: Und dann ging es nach Brighton – nochmal ein ganz anderes Umfeld? Melina Loeck: Ja, Brighton ist nochmal anders. Nicht riesig, aber direkt am Meer, schöne Stadt, mir hat es sehr gut gefallen. Gleichzeitig ist dort alles deutlich professioneller, die Infrastruktur ist überragend. Soccerdonna: Gibt es Unterschiede im Spielstil zwischen Schweden und England? Melina Loeck: Ja, definitiv. Ich finde, Schweden wird oft unterschätzt, obwohl wir starke Klubs haben. Das sieht man jetzt im Europa-Cup-Finale, in dem zwei schwedische Klubs stehen. Hier wird viel Wert auf Taktik und Mannschaftsverhalten gelegt, auch die Physis spielt eine große Rolle. In England ist die individuelle Qualität nochmal deutlich höher – dort spielen viele der besten Spielerinnen der Welt. In Schweden sind dagegen viele junge Spielerinnen im Einsatz. Soccerdonna: Welche Station hat dich dabei am meisten geprägt? Melina Loeck: Man nimmt von jeder Station etwas mit. In Kristianstad bin ich vor allem als Mensch gereift. Ich war 20, als ich dort hingegangen bin. Das ist eine sehr prägende Phase. Dort habe ich viel Selbstvertrauen gewonnen und meine Stärken kennengelernt. In Brighton ging es dann stärker um Details und Weiterentwicklung. Soccerdonna: Mit 1,81 Meter bist du eine große Torfrau. Spürst du Vorteile? Melina Loeck: Ja, definitiv. Auf der Linie, im Eins-gegen-eins und in der Raumverteidigung hilft die Reichweite sehr. Auch die Ausstrahlung kann eine andere sein, wenn man größer ist. Soccerdonna: Du wirkst im Eins-gegen-eins sehr ruhig. Was geht dir da durch den Kopf? Melina Loeck: Ich versuche, die Spielerin zu lesen – ihre Intention zu erkennen. Wo will sie hin spielen? Vieles läuft aber auch automatisiert ab, man denkt in dem Moment nicht mehr bewusst darüber nach. Ich habe auch das Vertrauen in mich selbst, dass ich in solchen Situationen gut bin und auf die verschiedensten Bälle reagieren kann. Soccerdonna: Du hast in deiner Karriere bereits viele Elfmeter gehalten. Den bislang wichtigsten erst vor wenigen Wochen beim Europa-Cup-Viertelfinale gegen Sporting Lissabon. Was war das für ein Gefühl? Melina Loeck: Vor allem Freude und Erleichterung. Wir haben das Spiel dominiert und wussten, dass wir gewinnen müssen. Ich war einfach froh, dem Team helfen zu können. Soccerdonna: Wann habt ihr gedacht, dass das Finale ein realistisches Ziel ist? Melina Loeck: Das hat sich entwickelt. Mit jedem Spiel haben wir gemerkt, dass wir mithalten können, auch gegen starke Gegner wie Ajax Amsterdam, SK Brann oder Sporting. Teams, die europaweit bewiesen haben, dass sie gut Fußball spielen können. Nach dem Winter hatten wir einen großen Umbruch, viele Spielerinnen haben uns verlassen, da waren wir bei null. Wir sind schnell wieder konkurrenzfähig geworden und als Team gewachsen. Soccerdonna: Während die anderen Teams weiterhin im Ligabetrieb waren, wart ihr in der Pre-Season. Habt ihr gemerkt, dass euch der Spielrhythmus fehlte? Melina Loeck: Ja, er hat bisschen gefehlt. Aber vor allem wegen den vielen Abgängen, da mussten wir auf und neben dem Platz neue Beziehungen aufbauen. Wer möchte den Ball wie haben? Wo liegen die Stärken und Schwächen der Einzelnen? Wie können wir das am besten einsetzen? Von Spiel zu Spiel haben wir uns besser kennenlernen können. Soccerdonna: Natürlich herzlichen Glückwunsch zum Einzug ins Europa-Cup-Finale. Erstmals findet dieser Wettbewerb statt und es ist ein schwedisches Finale. Was bedeutet das für dich? Melina Loeck: Für den schwedischen Fußball ist das total cool, weil die Liga oft unterschätzt und als reine Ausbildungsliga gesehen wird. Schade ist nur, dass das Finale international wahrscheinlich weniger Aufmerksamkeit bekommt. Vor allem, weil es zwei Spiele sind, was ich unglücklich finde, da es den Finalcharakter nimmt. Trotzdem schmälert das nicht den Wert des Wettbewerbs. Soccerdonna: Mit BK Häcken wartet damit ein starker Gegner, der vergangene Saison schwedischer Meister wurde und im Halbfinale Eintracht Frankfurt rausgeworfen hat. Wie bereitest Du dich auf diese zwei Spiele vor? Melina Loeck: Mit Hammarby hatte ich bereits viele Spiele mit K.o.-Charakter. Man hat immer im Kopf, dass man gewinnen muss. Aber ich mache das, was ich vor jedem Spiel mache. Ich schaue mir die Spielerinnen an, analysiere die Spielweise der Mannschaft. Der Unterschied ist nur, dass mehr Spannung dabei ist. Soccerdonna: Den Europa Cup gibt es erst seit dieser Saison. Können solche Wettbewerbe den Frauenfußball pushen? Melina Loeck: Es ist gut, dass ein zusätzlicher Wettbewerb geschaffen wurde neben der Champions League. Diese wird stark von den englischen, deutschen, französischen und spanischen Teams dominiert. Außerdem ist dort die Anzahl der Plätze begrenzt. Viele Teams schaffen es somit nicht rein, aber man möchte sich trotzdem europäisch messen. Ich finde, dass es eine gute Ergänzung dazu, dass kleinere Teams stärker werden können. Durch den Wettbewerb kann man mehr Werbung für den Frauenfußball machen, da europäische Teams immer interessanter klingen. Finanziell denke ich aber, dass sich das für die Vereine selbst nicht rechne. Soccerdonna: Inwiefern? Melina Loeck: Da spielen viele Faktoren zusammen, wie Reisekosten. Es gibt Unterschiede zwischen reinen Frauenfußballteams und Mannschaften, die einen Herrenklub im Hintergrund haben. In meiner Bachelor-Arbeit beschreibe ich das unteranderem, indem ich die schwedische und deutsche Liga vergleiche, grob zusammengefasst. Da möchte ich noch nicht zu viel erzählen. Aber Hammarby ist da gut aufgestellt. Soccerdonna: Was machst Du neben dem Fußball? In welche Fachrichtung hat es Dich in dein Studium gezogen? Melina Loeck: Ich studiere Gesundheitsmanagement, treffe mich mit Teamkolleginnen, lese viel und bin gerne draußen. Wir hatten jetzt acht Spiele innerhalb von vier Wochen. Da bleibt nicht viel Zeit, aber wir haben lange Reisewege, teilweise bis zu acht Stunden. Da geht viel Zeit drauf. Soccerdonna: Warum hast du dich für Gesundheitsmanagement entschieden? Melina Loeck: Ich wollte etwas flexibel Online-Studierbares und breit Aufgestelltes. Sportmanagement war mir zu speziell, ich wollte mir mehr Optionen offenhalten, da ich vor allem noch nicht weiß, ob ich für immer in der Sportbranche bleiben möchte. Soccerdonna: Hast Du also schon Pläne für die Zeit nach dem Fußball? Melina Loeck: Noch nicht konkret. Mir ist nur wichtig, auch etwas für den Kopf zu machen und nicht nur Fußball zu haben. Soccerdonna: Du wurdest früher zu U-Nationalkader-Lehrgängen eingeladen, hast aber nie ein Spiel für Deutschland bestritten. Beschäftigt dich das Thema A-Nationalmannschaft, gerade aufgrund deiner guten Leistungen? Melina Loeck: Ich bin relativ spät in den Profifußball gekommen und war nie wirklich fest in U-Nationalmannschaften drin. Erst mit 16 Jahren kam ich zum VfL Wolfsburg und bin da eher reingerutscht. Das alles war gar nicht geplant. Ich denke, da war es schon zu spät, dass ich gesichtet werden konnte. Zusätzlich bin ich in einem Jahrgang mit Stina Johannes, Anneke Borbe und Rafaela Borggräfe. Schlussendlich kann nur eine im Tor stehen, da bin schnell hinten runtergefallen. Außerdem ist es so, dass man im Ausland oft weniger im Fokus steht. Irgendwann war ich dadurch auch weniger präsent. Soccerdonna: Woran liegt das? Melina Loeck: Der Fokus liegt stark auf der Bundesliga. Da wird nicht viel hinausgeschaut, da man die eigene Liga stärken möchte, was nachvollziehbar ist. Aber gerade ein Wechsel ins Ausland ist für Spielerinnen ein guter Schritt für ihre persönliche und sportliche Entwicklung, da in anderen Ligen andere Schwerpunkte gesetzt werden. Soccerdonna: Du hast spät mit dem Fußball angefangen – warum? Melina Loeck: Früher war das für mich keine richtige Perspektive Profifußballerin zu werden. Ich wusste nicht, was ich hinterherstreben sollte, wenn ich nicht weiß, dass es das als Beruf gibt. Ich habe einfach aus Spaß gespielt, ohne konkretes Ziel. Erst in Wolfsburg habe ich gemerkt, dass es Ernst werden könnte. Da habe ich aber auch von Jahr zu Jahr entschieden, ob ich weiter machen möchte, da der Spaß für mich im Vordergrund stand. Es kamen dann Umstände wie Oberstufe/Abitur hinzu, bei dem ich auch geschaut habe, dass da ebenfalls meine Priorität liegt. Man sieht ja, es hat bislang alles gut funktioniert. weiterlesen |